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CDU und SPD beschäftigen sich mit den Plänen fürs Bürgerforum

Raumkonzept erfährt Zustimmung

Ahlen

Die Fraktionen von CDU und SPD berieten in Sondersitzungen über die Ergebnisse der Markt- und Bedarfsanalyse für das geplante Bürgerforum und die Anforderungen für ein Raumprogramm. Während die CDU uneingeschränkt Ja sagt, sieht die SPD Verbesserungspotenzial.

Dierk Hartleb

Es ist angerichtet: Mit solchen kulinarischen Genüssen werden die Gäste verwöhnt, wenn das Stadthallenrestaurant zu besonderen Anlassen wie beim Buffet zum Abschluss der „Politischen-Kulturellen Wochen“ der VHS auftischt. Die hauseigene Vollküche macht‘s möglich. Foto: Peter Harke

Die CDU-Ratsfraktion steht voll hinter dem Raum- und Funktionsprogramm für das geplante Bürgerforum. Das verdeutlichte Matthias Harmann nach einer Sondersitzung der Fraktion am Donnerstag in einer schriftlichen Stellungnahme. Auch die SPD-Fraktion hält an ihrer grundsätzlichen Zustimmung zum Bürgerforum fest, wie der Vorsitzende Sebastian Richter in einem Gespräch mit unserer Zeitung betonte, vermisst aber im vorliegenden Konzept klare Aussagen zu der Einbindung von Stadtbücherei und Volkshochschule und der Leitidee „Dritte Orte“.

Für die CDU sei Multifunktionalität das Schlüsselwort, um den verschiedenen Veranstaltungsformaten in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunalpolitik sowie dem gesellschaftlichen und vereinsgebundenen Leben gerecht werden zu können, heißt es in der Mitteilung von Harman weiter, der im Stadtplanungs- und Bauausschuss den Vorsitz führt.

Vollküche Voraussetzung für den Erfolg

„Jetzt“, so die CDU, „besteht die Chance, diese Zukunftsfähigkeit mitzugestalten – durch eine moderne Veranstaltungs-, Tagungs- und Informationstechnik, durch variable Saalformate für bis zu 1000 Teilnehmer/Besucher, durch ei­nen Service- und Dienstleistungsbereich, der aus einer Hand alles Erforderliche, einschließlich einer leistungsstarken Vollküche, anbietet, durch einen sogenannten ,Non-Profit-Bereich‘ mit einem Bürgersaal für Veranstaltungen in Eigenregie.“

Eine Vollküche sei wesentliche Voraussetzung für den Erfolg dieses Gesamtkonzeptes. Sie biete auch künftig für die Veranstaltungen den gewünschten gastronomischen Service, bediene weiterhin das Mittagstischangebot und sei beim Catering für Kitas und Schulen wirtschaftlich richtig aufgestellt. „Insbesondere verbleibt die Wertschöpfung bei uns; was erwirtschaftet wird, sichert den Veranstaltungsbetrieb und begrenzt den jährlichen Betriebskostenzuschuss der Stadt Ahlen“, erklärt die CDU-Fraktion.

Idee des „Dritten Ortes“ kommt zu kurz

Im Betrieb der gegenwärtigen Stadthalle zeige sich: 70 Prozent dessen, was erwirtschaftet werde, stamme aus der Gastronomie und 30 Prozent aus Einnahmen im Veranstaltungsbereich. Bei einer Fremdvergabe des Caterings flössen Gewinne ab mit der Folge, dass der Veranstaltungsbetrieb einen erheblich höheren Betriebskostenzuschüsse benötigen würde.

Eine Steigerung der Kostenrahmenschätzung von acht Millionen Euro für eine Vollküche, wie sie kolportiert worden sei, entspreche nicht den Tatsachen, stellt die CDU-Fraktion klar. Für die gesamte Qualitätsverbesserung und Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des neuen Bürgerforums seien insgesamt 2,4 Millionen Euro veranschlagt worden. Ergo: „Die CDU-Fraktion wird dieser Vorlage zustimmen.“

Die Grundidee eines multifunktionalen Zentrums für das kulturelle und gesellschaftliche Leben wird auch von der SPD mitgetragen, erläuterte Sebastian Richter, dessen Fraktion sich ebenfalls in einer Sondersitzung am Freitag mit der Markt- und Bedarfsanalyse zum Bürgerforum befasst hatte, im Redaktionsgespräch. Zu kurz kommen den Sozialdemokraten in dem vom Zen­tralen Gebäudemanagement (ZGM) und Stadthallen-Geschäftsführer Andreas Bockholt entwickelten Nutzungskonzept jedoch die Idee des „Dritten Ortes“ und explizit die Unterbringung von VHS und Stadtbücherei; letztere war in dem ursprünglichen Konzept einmal integraler Bestandteil des Bürgerforums. „Wir sind uns sehr wohl darüber im Klaren, dass sich eine räumliche Einbeziehung der Bücherei auf die Kosten auswirkt“, sagt Richter. Dis bislang vorgeschlagene Lösung, der Volkshochschule im zweiten Obergeschoss der früheren Overbergschule mehrere Unterrichtsräume zuzuschlagen, sei nicht das, was sich die SPD vorstelle. „Hier hätten wir uns die Handschrift des Kulturdezernenten gewünscht“, sagte Richter weiter; die Aufgabe fällt heute in den Zuständigkeitsbereich des Bürgermeisters.

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