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Alter Baubetriebshof vor dem Abriss

Raus aus dem Ruhestand

Ahlen

Ahlens stillgelegter Betriebshof wird in der zweiten Jahreshälfte abgerissen. Dem voraus geht eine Altlasten-Untersuchung. Den Anfang macht der Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Ulrich Gösmann

Stillleben bis zum Abriss. Das Salzsilo markiert den höchsten Punkt auf dem Areal des alten Baubetriebshofes. In der zweiten Jahreshälfte wird aber auch dieser Peilmarke verschwinden. Foto: Ulrich Gösmann

Dem Neuruheständler scheint nur eine kurze Pause in isolierter Abgeschiedenheit gegönnt. Leben kehrt vorübergehend zurück auf das stillgelegte Gelände des ehemaligen Baubetriebshofes an der Alten Beckumer Straße. Der Ausgemusterte unterzieht sich jetzt einem Altlasten-Check, um dann seinen Abschied zu durchlaufen. Heißt: Abriss für neues Wohnen auf 20 000 Qua­dratmetern Gesamtfläche.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst machte in dieser Woche den Anfang und setzte seine Arbeit fort, die vor einem Jahr gleich nebenan auf dem Gelände der ehemaligen Paul-Gerhardt-Grundschule seinen Anfang genommen hatte. Luftaufnahmen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges hatten Verdachtspunkte für Blindgänger geliefert. Doch Fehlanzeige auf dem einstigen Schulaußengelände. Und auch auf der anderen Zaunseite? Auswertungsergebnisse liegen Jan Hintemann, Architekt beim Zentralen Gebäude-Management der Stadt Ahlen, bei seinem Presserundgang noch nicht vor. Bewusst waren die Untersuchungen in die Zeit nach dem großen Umzug gelegt worden, um die Betriebsabläufe auf ihrer Zielgeraden nicht zu unterbrechen.

In einem nächsten Schritt laufen jetzt die Vorbereitungen für eine Bodenanalyse. Für die bedarf es ebenso einer Ausschreibung wie für die Abrissarbeiten. Hintemann: „Jahrzehnte ist das hier Betriebsstandort gewesen. Mit unterirdischen Tanks für Betriebsstoffe.“ Dessen Umfeld man sich jetzt genauer ansehen werde. Selbstverständlich, wirft Stadtsprecher Frank Merschhaus ein, habe sich alles einer regelmäßigen Wartungskontrolle unterzogen.

Jan Hintemann rechnet zeitnah mit den Untersuchungsergebnissen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Foto:

Mit dem Abriss von Bestandsgebäuden, Werkstätten, dem Verwaltungstrakt und anderen Einheiten wird im zweiten Halbjahr gerechnet. Das unlängst beschlossene Wohnbauflächenzielkonzept der Stadt, erinnert Merschhaus, sehe hier Wohnfläche vor. Wann aus dem Betriebshofgelände Bauland wird und wann Siedlungsstraßen und Häuser entstehen, hänge vom weiteren Verlauf des Verfahrensweges ab. Mit der Hohlen Eiche und dem Handkamp hätten zunächst zwei andere Baugebiete Priorität. Dass sich hier in zwei bis drei Jahren eine andere Welt zeige, sei aber realistisch.

Erstes Pflaster wurde für die Altlastenuntersuchungen bereits aufgenommen. Foto:
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