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Bekämpfung illegaler Schwarzarbeit

Razzia in Wettbüros und Spielhallen

Ahlen

Mehrere Ahlener Wettbüros und Spielhallen wurden am Wochenende kontrolliert und durchsucht. Zoll, Steuerfahndung, Polizei und Stadtverwaltung gingen nach umfangreichen Vorermittlungen der Veruntreuung von Arbeitsentgelten nach.

Von Christian Wolff

Bei der Großrazzia lagen Wettbüros und Spielhallen im Fokus der Ermittler. Kriminalhauptkommissar Raphael Spittler und Behördenleiter Landrat Dr. Olaf Gericke während des Einsatzes am Samstagabend. Foto: Polizei

Wettbüros und Spielhallen lagen am Samstagabend im Fokus des öffentlichen Auges: Mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften sind Zoll und Steuerfahndung am Samstagabend gegen die Veruntreuung von Arbeitsentgelt vorgegangen. Unterstützt wurden sie dabei von Kräften der Kreispolizeibehörde und der Stadtverwaltung.

„Es ist so wichtig, dass entschieden dagegen vorgegangen wird. Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt muss geahndet werden“, kommentiert Landrat Dr. Olaf Gericke den Großeinsatz in Ahlen. „Unsere Polizisten haben am Samstagabend Amtshilfe geleistet und einen von der Staatsanwaltschaft Münster beauftragten Einsatz unterstützt.“

Kräfte gingen fokussiert und strukturiert vor

Wie unsere Zeitung erfuhr, wurden dabei mehrere Wettbüros und Spielhallen, die vornehmlich im Ostenstadtteil liegen, kontrolliert und durchsucht. In seiner Eigenschaft als Behördenleiter hat sich Dr. Olaf Gericke selbst vor Ort von der reibungslosen und guten Zusammenarbeit zwischen Zoll, Steuerfahndung, Polizei und Stadtverwaltung überzeugt. „Die eingesetzten Kräfte waren hochkonzentriert und fokussiert. Ich habe gesehen, wie sie gemeinsam strukturiert vorgehen und das Ziel im Auge behalten. Mich freut es, dass unsere Kreispolizeibehörde Warendorf Teil dieses gelungenen Einsatzes war“, so Gericke.

Aufhänger sind unter anderem der Verdacht der Veruntreuung von Arbeitsentgelt, nicht gemeldete Arbeitnehmer und nicht entrichtete Beiträge in die Sozialversicherung, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine hohe zweistellige Anzahl an Beamten der Kreispolizeibehörde Warendorf habe den Einsatz unterstützt, bestätigt Polizeisprecherin Leonie Lagrange auf Anfrage unserer Zeitung. Die überörtlichen Kräfte hinzugenommen, sei letztlich eine „stattliche Anzahl“ an Kräften in dieser Angelegenheit unterwegs gewesen.

Es habe sich nach Angaben der Zoll-Pressestelle um eine landesweite Aktion gehandelt, deren Schwerpunkt in Ahlen lag. Neben diversen Geschäftsräumen seien auch Büros und dazugehörige Wohnräume der Spielhallen und Wettbüros in Augenschein genommen worden. „Der Durchsuchung sind umfangreiche Ermittlungen vorausgegangen.“

Vorläufiger Gesamtschaden im hohen sechsstelligen Bereich

Es bestehe der begründete Verdacht, dass die Beschuldigten für die Auftragserfüllung nicht gemeldete Arbeitnehmer einsetzen und ihren Melde- bzw. Anzeigeverpflichtungen gegenüber den zuständigen Behörden nicht oder nur unvollständig nachkommen. Der vorläufig ermittelte gesamte Schaden beläuft sich nach Angaben der beteiligten Behörden im hohen sechsstelligen Bereich.

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