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Aktion der Stadt: „Gesehen werden“

Reflektoren auf dem Rad und zu Fuß

Ahlen

Wer im Dunklen unterwegs ist, wird schnell übersehen. Und das kann im Straßenverkehr böse Folgen haben. Eine Aktion der Stadt klärt auf und sorgt für Abhilfe.

Von und

Lukas Ossenbrink und Anna Shalimava sprachen bei der Aktion „Gesehen werden“ zahlreiche Radfahrer an und verteilten reflektierende Westen und Bänder. Foto: Stadt Ahlen

Wen man im Straßenverkehr gut sieht, der wird seltener in einen Unfall verwickelt. Damit vor allem Schülerinnen und Schüler in der dunklen Jahreszeit ihr Ziel sicher erreichen, hat die Stadt Ahlen am frühen Montagmorgen Reflektoren verteilt. Am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien verschenkten Lukas Ossenbrink und Anna Shalimava von der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität Westen und Bänder. Ab 7.30 Uhr postierten sich beide auf dem Werseradweg in Höhe der Dolberger Straße.

Bewusstsein nicht wirklich ausgeprägt

„Das Bewusstsein dafür, dass man in dunkler Kleidung von anderen nicht gut erkannt wird, war nicht wirklich ausgeprägt“, musste Mobilitätsmanager Ossenbrink feststellen. Gerade jüngere Radfahrer winkten überwiegend ab. Interessant dabei: Seien die jungen Leute in einer Gruppe unterwegs, scheint das Tragen von Schutzwesten „uncool“ zu sein. „Sprachen wir aber welche an, die alleine fuhren, waren sie aufgeschlossen und nahmen das Angebot gern an.“

Helmut Podolack hat sich von Lukas Ossenbrink überzeugen lassen. Er ist ab sofort nur noch mit Weste auf dem Fahrrad unterwegs. Foto: Stadt Ahlen

Bereitwillig zugegriffen haben ältere Radfahrer. So wie Helmut Podolack: „Gut gesehen zu werden, ist eine ganz wichtige Sache, über die man viel zu wenig nachdenkt“, meint der Rentner. Die Reflektorweste nahm er dankbar an und zog sie sich gleich über die Jacke, um mit einem besseren Gefühl weiter zu radeln.

Grundsätzlich empfiehlt Lukas Ossenbrink: „Wer bei schlechter Sicht mit dem Fahrrad oder als Fußgänger unterwegs ist, sollte grundsätzlich helle Kleidung tragen.“ Um auf sich aufmerksam zu machen, gebe es reflektierende Gürtel, reflektierende Armbinden und reflektierende Regenschutzkleidung. Warnwesten seien ebenfalls geeignet. „Wenn dann noch die Beleuchtung am Fahrrad tadellos funktioniert, kann man kaum noch übersehen werden.“ Nicht weniger wichtig wie gute Sichtbarkeit seien im Straßenverkehr die Pflicht zu gegenseitiger Rücksichtnahme und der Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer, was in besonderer Weise Kraftfahrer betrifft. Um Ahlens Straßen sicherer zu machen, setzt der städtische Mobilitätsmanager in den nächsten Tagen die Verteilung von reflektierender Schutzausstattung fort.

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