1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Regionalplan zeigt Flächenansprüche

  8. >

Generalversammlung der Landwirte

Regionalplan zeigt Flächenansprüche

Ahlen

Eine ordentliche Agenda hatten die Landwirtschaftlichen Ortsverbände bei ihrer Generalversammlung abzuarbeiten. Kein Wunder, das letzte Treffen hatte vor Corona stattgefunden.

Von Peter Schniederjürgen

Volles Haus bei der Versammlung der Landwirte im Haus Quante. Foto: Peter Schniederjürgen

Zwar standen für die Generalversammlung der Landwirtschaftlichen Ortsvereine Ahlen, Dolberg und Vorhelm am Mittwoch im Gasthaus Quante keine Wahlen an, doch die Agenda war lang. Zu lange hatte es coronabedingt keine Versammlungen gegeben. Ulrich Averberg, Vorsitzender der Vorhelmer Landwirte, eröffnete den Abend. Und kündigte gleich etwas an: „Henrich Berkhoff vertritt uns bei der Aufstellung des Regionalplans, er wird uns einiges dazu erläutern.“

Strukturelle Entwicklungen

Der Genannte nahm den Faden gern auf. „Der Regionalplan Münsterland legt die räumlichen und strukturellen Entwicklungen im planerischen Gesamtkonzept fest“, erklärte Berkhoff. Als Planungsgrundlage gebe er die Rahmenbedingungen für die Flächennutzungspläne vor. „Dabei ist es Aufgabe der Regionalplanung, die einzelnen Flächenansprüche zusammenzubringen“, führte der Redner aus und ermahnte seine Kollegen, sich im Internet über diese Fragen zu informieren. Es würden die Flächen für den Naturschutz, Ausgleichsflächen, aber auch die Nutzung für Bebauung und Acker sowie Windkraft und Photovoltaikanlagen ausgewiesen. „Es ist ein offenes Verfahren, bitte informiert und beteiligt euch“, forderte Berkhoff auf.

Redner bei der Generalversammlung der Landwirte in der Gaststätte Quante: Henrich Berkhoff Foto: Peter Schniederjürgen

Ralf Storkamp, Vorsitzender des Ahlener Ortsvereins, berichtete vom vergangenen Jahr und blickte auf die Veranstaltungen dieses Jahres. „Wir werden am 26. April unsere Feldbegehung machen. Wo, das werden wir zeitgerecht mitteilen“, kündigte er an. Ebenso werde es am 21. Mai wie im vergangenen Jahr eine Radtour zu Hofkreuzen geben. „Das war ein so großer Erfolg, dass wir das mit der Kirche gern fortsetzen. Und Hofkreuze gibt es hier genug“, schmunzelte Ralf Storkamp.

Fahrt nach Anröchte

Sein Dolberger Kollege Hermann Stratmann jun. kündigte für den 14. Februar eine Tour nach Anröchte zum dortigen Kompostwerk an. „Hier werden Komposte verarbeitet und zum Teil zu Biogas vergoren“, so der Dolberger Verbandsvorsitzende. Danach führe der Weg nach Lippstadt zum dortigen Saatguthersteller. Hier erwartet die Gäste eine Besichtigung der Produktions- und Versuchsanlagen.

Zum Thema Nachhaltigkeit äußerte sich Ulrich Averberg. „Wir haben in Vorhelm kilometerlange Obstbaumalleen, früher wurden sie zur Nutzung versteigert. Wäre das nicht etwas für die Zukunft?“, fragte er seine Kollegen und verwies auf Regionalität.

Wirtschaftsförderer Stefan Deimann stellte sich vor. Foto: Peter Schniederjürgen

Stefan Deimann stellte sich als neuer Geschäftsführer der Ahlener Wirtschaftsförderungsgesellschaft vor und betonte dabei besonders seine persönlichen Verbindungen in die Branche. „Die Landwirtschaft ist hier einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche und mir persönlich besonders wertvoll“, so Stefan Deimann. Launig erzählte er von der Hofarbeit, die er als Junge im heimischen Hamminkeln geleistet habe – inklusive der Fahrten mit dem Fendt-Traktor. Mit einem Appell schloss der WFG-Chef seine Ausführungen: „Ich möchte Sie alle um die Beteiligung an der Feier zu 800 Jahre Ahlen bitten.“

Paul Verenkotte (l.) und Dr. Matthias Quas vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband Warendorf Foto: Peter Schniederjürgen

Sehr branchenspezifisch wurde es beim Doppelreferat von Paul Verenkotte und Dr. Matthias Quas vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband Warendorf. Das reichte von den Protagonisten in der WLV-Verwaltung über die Preisentwicklung von Rind- und Schweinefleisch bis zu den Trassenprojekten von Amprion.

Startseite