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Inzidenz steigt auf über 100

Reiserückkehrer geraten in Fokus

Ahlen

Die lokale Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 110,5 geklettert, den höchsten Wert seit Monaten. Zurückzuführen sei die Zunahme der Infektionszahlen „zu einem großen Teil“ auf ungeimpfte Personen, die in den letzten Tagen aus der Türkei nach Ahlen zurückgekehrt sind, heißt es dazu vom Kreis.

Von Peter Harkeund

Das mobile Impfteam des Kreises Warendorf kommt in der nächsten Woche zweimal nach Ahlen. Foto: Christopher Irmler

Auf der Corona-Landkarte des Kreises Warendorf ist das Gebiet der Wersestadt seit Freitag wieder tiefrot eingefärbt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist deutlich über die 100er-Marke geklettert, beträgt aktuell 110,5. Am Donnerstag hatte der Wert noch bei 93,3 gelegen. Das Kreisgesundheitsamt meldete gestern für Ahlen 15 Neuinfektionen und zwei Genesungen, so dass die Zahl der aktiven Fälle von 74 auf 87 gestiegen ist.

Zurückzuführen sei die Zunahme „zu einem großen Teil“ auf Personen, die in den letzten Tagen aus der Türkei nach Ahlen zurückgekehrt sind, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Stadt und des Kreises. „Aktuell erkennen wir einen starken Anstieg der Corona-Infektionen, der sich in nicht unerheblichem Maße auf ungeimpfte Reiserückkehrer zurückführen lässt“, bestätigt die Krisenstabsleiterin des Kreises Warendorf, Petra Schreier. Kreis und Stadt würden sich eng abstimmen, um die Entwicklung im Auge zu behalten.

Appell: Impfangebote wahrnehmen

Bürgermeister Dr. Alexander Berger zeigt daher Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung, unter anderem auch die Türkei wieder als Corona-Hochrisikogebiet einzustufen. „Das Land ist in den Sommermonaten ein auch bei vielen Menschen aus Ahlen beliebtes Urlaubsziel. Wir müssen Vorsorge treffen, dass Zurückreisende das dortige Infektionsgeschehen nicht zu uns übertragen“, so Berger.

Die Einstufung als Hochrisikogebiet, die für die Türkei seit Dienstag (17. August) gilt, bedeutet, dass Personen ab zwölf Jahren grundsätzlich bei Wiedereinreise in die Bundesrepublik, unabhängig vom Verkehrsmittel, über ein negatives Tester­gebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Tun sie das nicht, haben sie sich unverzüglich für zehn Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.

Berger und Landrat Dr. Olaf Gericke erneuern ihren Appell an alle noch Ungeimpften, die Angebote in Arztpraxen, bei Betriebsärzten, im Impfzentrum in Ennigerloh oder am Impfmobil des Kreises wahrzunehmen. Letzteres wird in der kommenden Woche zweimal nach Ahlen kommen, am Donnerstag (26. August) vor der Ausländerbehörde und dem Jobcenter in der Bismarckstraße und am Samstag (28. August) in der Fußgängerzone am Marienplatz stehen, jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr. Weitere dezentrale Einsätze, etwa im Ostenstadtteil, seien derzeit noch nicht konkret geplant, teilte Kreissprecher Felix Höltmann auf Redaktionsanfrage mit. Man sei darüber aber mit der Stadt im Gespräch.

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