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Kommunalwahl in NRW 2020: Ahlen

Rekordverdächtiger Briefwahl-Boom

Ahlen

Corona ist gut für neue Rekorde: Im Ahlener Briefwahlbüro übersprangen die Anträge am Montag die 4000er-Marke. Bei der letzten Kommunalwahl waren es 5500 insgesamt.

Ulrich Gösmann

Jeder Zettel ein Antrag auf Briefwahl, der jetzt zeitnah zu bearbeiten ist. Julia Pawlukow zeigt, was allein am vergangenen Wochenende einging. Foto: Ulrich Gösmann

Wäre es nur ein Briefwahl-Boom, dieser Montag wäre ein entspannterer. „Es ist extrem, was hier am vergangenen Wochenende eingegangen ist“, sagt Silke Fischer, Leiterin des Wahlbüros. 3030 Anträge sind um elf Uhr insgesamt aktenkundig. Der Sprung über die 4000er-Marke sei nur Sache von Stunden. Damit die Zahlen wirken – hier der Vergleich: Bei der letzten Kommunalwahl waren es insgesamt 5500. Corona wirkt. Ahlen wählt. Und ein neuer Rekord rückt in greifbarer Nähe.

Montag ist nicht gleich Montag im städtischen Briefwahlbüro. Sollte es zum Start vor einer Woche zwei Stunden dauern, ehe die erste Briefwählerin im Sitzungssaal II auf fünf wartende Mitarbeiter traf, scheinen jetzt alle Anlaufpunkte dauerbesetzt. „Heute 16 Uhr wird wohl nichts mit rausgehen“, scherzt Markus Wurm, Leiter des Briefwahlbüros. In den Augenblicken, in denen der Publikumsverkehr Lücken reißt, geht es an den dicken Packen mit Antragsausdrucken, die das Rathaus am Wochenende erreichten. 1500, schätzt Wurm. Vielleicht auch mehr.

In der Vorwoche sollte es vier Tage dauern, ehe die Antragswelle schlagartig einsetzte. Erstmals waren die Benachrichtigungskarten erst am Morgen der Büroöffnung in den Postversand gegangen. Entsprechend der Vorlauf.

Silke Fischer

Für ein Phänomen hat Silke Fischer am Montagvormittag noch keine plausible Erklärung: „Auffällig ist: Der Stapel an Rückläufern, die nicht zugestellt werden konnten.“ Dem werde gerade nachgegangen.

Reisten Wahlunterlagen bei den Vorwahlen in Urlaubsdestinationen wie die Balearen oder Kanaren, sind es diesmal fast ausschließlich die Heimatadressen. Fischer: „Corona! Viele sind diesmal nicht verreist.“

Die Corona-Pandemie ist es auch, die immer mehr Ahlener online mit der Stadt in Kontakt treten lässt. Markus Wurm schätzt ihren Anteil inzwischen auf drei Viertel. Was wiederum die Situation im Briefwahlbüro entspannt.

Das Briefwahlbüro hat montags und dienstags von 8.30 bis 16 Uhr im Sitzungssaal II des Rathauses geöffnet, mittwochs und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr, donnerstags mit einer Bonusstunde von 8.30 bis 17 Uhr. Bei telefonischen Rückfragen ist es unter der Nummer 5 94 24 direkt zu erreichen. Wer noch keine Benachrichtigungskarte erhalten hat, wählt die Nummer des Wahlamtes, 5 92 56.

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