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Neue Selbsthilfegruppe

Rheuma trifft vermehrt auch Junge

Ahlen

Rheuma ist eine schmerzhafte Erkrankung, die den Alltag nicht nur der Betroffenen beeinträchtigt. In Ahlen gibt es nun eine Selbsthilfegruppe.

Von Angelika Knöpker

Sie freuen sich auf viele Teilnehmende in der neuen Selbsthilfegruppe Rheuma, die am 5. September startet (v.l.): Daniel Höckelmann, Sandy Richter und Bernadette Rentmeister. Foto: Angelika Knöpker

„Wenn ich um 8 Uhr einen Termin habe, muss ich schon um 5 Uhr aufstehen“, sagt Daniel Höckelmann. Der 37-Jährige angehende Sozialarbeiter leidet unter einer rheumatischen Erkrankung.

„Die ersten Schritte sind besonders schwer und mit Schmerzen verbunden. Selbst das Zähneputzen ist erst möglich, wenn die Medikamente gewirkt haben“, sagt er. Trotzdem lässt er sich nicht unterkriegen.

Gemeinsam mit Sandy Richter möchte Daniel Höckelmann eine Selbsthilfegruppe gründen. Auch die 39-Jährige ist aufgrund ihrer rheumatischen Erkrankung bewegungstechnisch eingeschränkt. „Wenn ich tagsüber durch die Arbeit abgelenkt bin, ist es auszuhalten, aber wenn ich abends zur Ruhe komme, ist es kaum auszuhalten“, beschreibt sie den Krankheitsverlauf. Bei nasskaltem Wetter verschlimmern sich die Symptome.

Unterstützung durch FBS

Unterstützt werden beide von der Familienbildungsstätte. Bernadette Rentmeister, Fachbereichsleiterin Gesundheitsbildung, kennt das Krankheitsbild Rheuma nur zu gut, hat sie doch zwischen dem Abitur und ihrem Studium für ein Jahr im St.-Josef-Stift in Sendenhorst in der Rheumatologie Erfahrungen gesammelt. „Rheuma trifft nicht nur alte Menschen, verstärkt auch junge, denn es handelt sich um eine Autoimmun-Erkrankung“, sagt sie. Wichtig sei, dass die Betroffenen in der Selbsthilfegruppe erfahren, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine dastehen. Auch Angehörige sind willkommen, um sich im Austausch Rat und Hilfe zu suchen.

Hilfe-Netzwerk knüpfen

Die Themen können alle Lebensbereiche betreffen wie zum Beispiel Ernährung, Sport, Freizeit, Reisen, Reha-Kliniken und mehr, für die gezielte Unterstützung gegeben wird. Durch das Wissen und die Erfahrungen der anderen kann ein spannendes Hilfe-Netzwerk geknüpft werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein erstes Treffen findet am 5. September (Montag) von 18 bis 19.30 Uhr in der Familienbildungsstätte statt, bis Weihnachten sind Termine am 7. November und 5. Dezember geplant, Anmeldungen nimmt die FBS unter Telefon 9 12 30 entgegen.

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