1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Rolf und Angelika Grinsch krönen Rubinhochzeit

  8. >

Neues Königspaar im „Gemütlichen Westen“

Rolf und Angelika Grinsch krönen Rubinhochzeit

Ahlen

Der Schützenverein „Gemütlicher Westen“ hat nach langer Zeit wieder einen neuen Regenten: Rolf Grinsch schoss auf Quantes Wiese den Vogel ab.

Von Silke Diecksmeier

Nach dem 306. Schuss durfte er jubeln: Rolf Grinsch brachte den Vogel des Schützenvereins „Gemütlicher Westen“ zu Fall. Nach dem 306. Schuss durfte er jubeln: Rolf Grinsch brachte den Vogel des Schützenvereins „Gemütlicher Westen“ zu Fall. Foto: Silke Diecksmeier

Seit 40 Jahren sind Rolf und Angelika Grinsch in diesem Jahr verheiratet. Was gibt es schöneres als die Rubinhochzeit als Königspaar des „Gemütlichen Westen“ zu begehen, dachten sie sich. Und so setzte Rolf Grinsch beim Vogelschießen am Fronleichnamstag alles daran, den Holzadler zu erlegen. Mit dem 306. Schuss gelang es ihm. Die letzten Reste des einst so stolzen Vogels fielen zu Boden. Der Jubel konnte starten.

Bei bestem Wetter verfolgten zahlreiche Ahlener das Vogelschießen an der Gaststätte Quante. Zuvor hatten das Offizierskorps, die Jung- und Zivilschützen den coronabedingt seit drei Jahren amtierenden König Björn Knipping mit seiner Königin Simone Schumacher sowie das Kinderkönigspaar Lukas Specht und Hanna Dohle an der Kleingartenanlage „Goldener Erntekranz“ abgeholt und waren gemeinsam zur Festwiese marschiert. Dort warteten auf die Kinder Sandgrube, Hüpfburg und Lasergewehrschießen, während die Erwachsenen das Geschehen an der Vogelstange bei kühlen Getränken verfolgten. Schnell ging es den Insignien an den Kragen. So fiel der Apfel schon durch den 25. Schuss von Michael Röttger. Jörg Beckamp brachte mit dem 42. Schuss die Krone zu Fall, und der 72. Schuss von Norbert Schlüter erwischte das Zepter.

Er wollte es unbedingt

Schließlich kristallisierte sich Rolf Grinsch als einziger Anwärter für die Königswürde heraus. „Wenn die anderen merken, dass man es unbedingt will, ziehen sie sich manchmal zurück“, erklärte Rolf Grinsch vor seiner Proklamation. Und er wollte unbedingt. Schon vor vier Jahren hatte er einen Anlauf unternommen. Und eines war ihm klar: „Wenn es dieses Jahr nicht geklappt hätte, hätte ich es nächstes Jahr wieder versucht.“ Für ihn ist es nicht der erste große Titel. Schon in der Session 2003/04 war er Ahlener Stadtprinz. „Ich mache alles mit. Hauptdache Spaß!“, erklärte er vor der Proklamation. Und so wünschte er sich vor allem eines für sein Königsjahr: „Dass wir alle zusammen feiern können und uns keine Pandemie dazwischenfunkt.“

Den Auftakt dazu gab es nach der Proklamation. Zu „Italienische Sehnsucht“ eröffneten Angelika und Rolf Grinsch den Festball, bei dem die Band „Final Edition“ bis spät in die Nacht für Stimmung sorgte. Am heutigen Samstag laden die Schützen des „Gemütlichen Westen“ erneut zum großen Festball bei Quante ein. Ab 20 Uhr sorgt die Partyband „Mirage“ für die passende Musik.

Startseite
ANZEIGE