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Kampf gegen Brustkrebs

Rosa Schleife mahnt zur Früherkennung

Ahlen

Die rosafarbene Schleife ist ein Erkennungszeichen: Sie erinnert daran, dass Früherkennung die Heilungschancen bei Brustkrebs erheblich steigert. In Ahlen ist es das Mammobil, in dem Mammografie-Screenings durchgeführt werden.

Sie präsentierten vor dem Rathaus die rosa Schleife für die Brustkrebs-Früherkennung (v.l.): Prof. Dr. Walter Heindel, Dr. Ingeborg Henseleit und Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Foto: Stadt Ahlen

An Rathäusern und im Straßenbild nordrhein-westfälischer Städte ist im Oktober eine rosafarbene Schleife zu sehen. „Pink Ribbon“ ist weltweit das Symbol im Kampf gegen Brustkrebs. Die rosa Schleife hat schon am Weißen Haus in Washington oder am Eiffelturm in Paris gehangen, um auf den Einsatz gegen Brustkrebs aufmerksam zu machen. Am Donnerstag hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger sie im „Brustkrebsmonat Oktober“ erstmals am Ahlener Rathaus präsentiert.

Frauen zwischen 50 und 69 Lebensjahren werden alle zwei Jahre zur Röntgenuntersuchung der Brust eingeladen – dem Mammografie-Screening. Denn jährlich, so das Referenzzentrum Mammografie am Universitätsklinikum Münster, erkranken immer noch mehr als 75 000 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko. 18 500 Frauen sterben jedes Jahr daran. In Deutschland wurde deshalb überall das qualitätsgesicherte Mammografie-Screening-Programm eingeführt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten des Früherkennungsprogramms als Regelleistung.

Brustkrebs-Risiko minimieren

„Aktuelle Daten belegen, dass das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, von Frauen, die zuvor mindestens zwei Mal regelmäßig am Screening teilgenommen haben, um 49 Prozent sinkt“, sagt Prof. Dr. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammografie und Direktor der Klinik für Radiologie. Münster ist eins der fünf Referenzzentren in Deutschland und seit 2005 für das Screening in Nordrhein-Westfalen zuständig.

Das Mammobil am Gebrüder-Kerkmann-Platz dient der Früherkennung von Brustkrebs und wird seit Januar für das Screening im Kreis Warendorf genutzt. Zum Mammobil gehören insgesamt sechs Mitarbeiterinnen zum Fachpersonal unter der Ärztin Dr. Ingeborg Henseleit, die das Mammografie-Screening in Ahlen seit vielen Jahren betreut.

Das Mammobil ist Teil der von den pogrammverantwortlichen Ärzten Prof. Dr. Walter Heindel und Prof. Dr. Stefanie Weigel geleiteten Referenz-Screening-Einheit Münster-Nord/Warendorf und ergänzt den Standort im Zentrum Münsters. Auf Dauer wird es wieder eine feste Unterkunft für das Mammografie-Screening in Ahlen geben.

Das Thema Brustkrebs-Früherkennung kommt im Oktober auch ins Ahlener Kino. Zum Start des neuen James-Bond-Films läuft vor jeder Vorstellung der Spot „Gib acht auf dich“.

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