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Holtergeister treffen Politiker

Runder Tisch als Rettungsanker

Ahlen

Sie setzt sich engagiert dafür ein, dass das Haus Holtermann nicht noch weiter verfällt. Deswegen traf sich die Initiative mit dem vielsagenden Namen Holtergeister nun mit Landtagspolitikern und einem Landtagskandidaten.

Von und

Bei einem Treffen wurden vor Haus Holtermann Möglichkeiten zur Rettung des Hauses ausgelotet. Das Bild zeigt (v.l.): Jürgen Henke, Michael Leifeld, Petra Pähler-Paul, Annette Watermann-Krass, Markus Höner, Daniel Hagemeier, Maria Kessing und Gerd Buller. Foto: Holtergeister

Einen ersten Kontakt zur Landespolitik haben die Holtergeister am vergangenen Dienstag geknüpft. Eingeladen hatte die Bürgerschaftliche Initiative zur Rettung des Wohn- und Geschäftshauses Holtermann am Marktplatz die Kandidaten aller im Landtag vertretenen Parteien zu einem informellen Gespräch. Annette Watermann-Krass (MdL SPD), Markus Höner (Kandidat CDU-Südkreis) und Daniel Hagemeier (MdL CDU-Nordkreis) ließen sich über deren Anliegen informieren. Schnell, so die Pressemitteilung der Holtergeister, sei den Landespolitikern mit Blick auf die immer mehr verfallende Immobilie klar geworden, dass sie es mit einer seit mehr als zwei Jahren unermüdlich agierenden Gruppe zu tun hat, die es nicht hinnehmen will, dass das Jugendstilgebäude weiter zur Ruine wird. Beraten wurde, was getan werden könne, um den Eigentümer des unter Denkmalschutz stehenden Hauses zu einer Renovierung zu bewegen. Dass Eigentum verpflichtet und ein denkmalgeschütztes Gebäude nicht dem Verfall preisgegeben werden dürfe, habe dabei außer Frage gestanden. Die Verweigerung des Eigentümers könnte, so die Landespolitiker, letztlich seine Enteignung zur Folge haben. Ein langwieriges, sich hinziehendes Verfahren könnte das werden, das eine Lösung nicht einfacher mache.

Gerichtlicher Weg

Dass die Stadt Ahlen nun auch den gerichtlichen Weg gegenüber dem Eigentümer beschritten habe, beschrieb Petra Pähler-Paul, Fraktionsvorsitzende der Ahlener Grünen. Annette Watermann-Krass (SPD) brachte einerseits den Petitionsausschuss des Landtages und andererseits die neue Regelung des Denkmalschutzgesetzes ins Spiel, das die Möglichkeit eines Runden Tisches mit Kommunen, Bezirksregierung und Land eröffne. Das erschien auch Markus Höner (CDU) eine Lösung, der gern alle Parteien an einem Tisch sehen würde. Daniel Hagemeier (CDU) versprach, im Bauministerium Möglichkeiten für eine Rettung auszuloten. Er verwies auf den stadtbildprägenden Charakter von Haus Holtermann, das sowohl hinsichtlich Erhaltung als auch zukünftiger Nutzung betrachtet werden müsse. Dabei wolle man die Stadt Ahlen unterstützen, die klar Farbe bekennen müsse, was man mit dem Gebäude auf Dauer wolle. „Es muss an einem Strang gezogen werden und man muss das richtig gut vorbereiten“, so Daniel Hagemeier.

Ali Baş und Josefine Paul von den Grünen hatten den Holtergeistern im Laufe des Tages schriftlich ihre Unterstützung zugesichert.

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