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Reaktivierung Thema im Ortsausschuss Vorhelm

Schadet die WLE der guten Busanbindung?

Vorhelm

Gute Nachricht mit negativen Folgen? Die Reaktivierung der WLE-Strecke wird in Vorhelm grundsätzlich begrüßt. Aber die Auswirkungen auf die Busanbindung will die Politik im Blick behalten.

-chw-

Vorführfahrt auf der WLE-Strecke. Foto: Burkhard Beyer

Grundsätzlich, betonte Hubert Papenfort, sei die Reaktivierung der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) für den Personenverkehr, eine gute Sache. Aber den Sachkundigen Bürger der CDU treibt die Sorge um, dass sich die aktuell sehr gute Busanbindung Vorhelms dadurch langfristig verschlechtern könnte.

Die WLE hat Haltepunkte in Tönnishäuschen und Enniger, streift Vorhelm daher nur peripher. „Wird Vorhelm dann ausgemustert oder müssen wir wieder mit dem Rad in den Nachbarort, um nach Münster zu kommen? Bisher haben wir eine gute Anbindung durch die Schnell- und Nachtbusse“, erklärte Papenfort. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Busse nach der Reaktivierung der Bahnstrecke genauso fahren wie jetzt.“

Michael Morch (Ahlener Umweltbetriebe) verwies auf die Erstellung eines aktuellen Gutachtens. „Die bisherigen Verkehrsflüsse werden darin auf jeden Fall berücksichtigt. Das ist der Auftrag“, sagte er. Jetzt müsse erst einmal abgewartet werden, bis die Daten vorliegen.

Thiemann fordert „mehr Dampf“

Alfred Thiemann (Rathausfreunde) hält die WLE-Reaktivierung für die Personenbeförderung für sinnvoll – nicht nur mit Blick auf die Berufspendler, sondern auch für diejenigen, die einfach mal zum Bummeln losziehen und ihr Auto stehen lassen wollen. „Aber da muss mehr Dampf reinkommen, da muss jemand richtig hinter sitzen“, forderte er. Die Wiedereinrichtung eines Haltepunkts im Ortsteil Vorhelm-Bahnhof, der an der einstigen Bundesbahnstrecke liegt, hält Thiemann hingegen für schwierig. „Ich glaube nicht, dass das was wird.“

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