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250 Impfinteressierte am JZ Ost

Schlange für die Spritze

Ahlen

Rund 250 Interessierte nutzten am Samstag die Anlaufstelle Jugendzentrum Ost in Ahlen, um sich gegen Corona impfen zu lassen. Darunter auch einige Neulinge.

Von Peter Schniederjürgenund

Foto: Peter Schniederjürgen

Die Warteschlange vor dem Jugendzentrum Ost war am Samstagvormittag mit rund 250 Bürgern beachtlich. „Hier wird gegen Corona geimpft“, lud Daniela Noack ein. Sie ist die Gruppenleiterin im Bereich Gesundheitsförderung bei der Stadt Ahlen. An diesem Vormittag hatten sich unter der Leitung der Ärztin Stefanie Franke vier weitere Kollegen mit Mitarbeiterinnen aus den jeweiligen Praxisteams zur Impfaktion verabredet.

„Meist sind es Folgeimpfungen, nur eine Handvoll Erstimpfungen hatten wir bisher“, stellte die Leiterin erfreut fest. Für die Mediziner ist es dennoch keine leichte Aufgabe. „Wir haben sehr unterschiedliche Angaben zu den vorgeschriebenen Abständen zwischen den Impfungen“, beklagt Franke. Sie halte sich schon aus rechtlichen Gründen an die Anweisungen der Regierung. „Auch wenn das bisweilen nicht mit denen der ständigen Impfkommission übereinstimmt“, hat sie für sich beschlossen. So erscheint ihr der Mittelweg zwischen dem Robert Koch-Institut und der STIKO sinnvoll.

Für die Aktion war die Ärztegruppe schnell beisammen. Mit Stefanie Franke sind am Samstag noch die Ärzte Christoph Kuchta, Michael Wülker, Anja Dresen und Bernfried Leifeld dabei.

Zügig, aber dennoch genau und ausführlich werden die Impfwilligen beraten. Die Ärzte fragen nach Vorerkrankungen, Allergien und mehr. „Es ist schon wichtig, mit gezielten Fragen die gesundheitliche Vorgeschichte zu erfahren“, stellt Stefanie Franke klar.

Jessica Ginder spritzt Ron Gummich den Impfstoff Biontech. Foto: Peter Schniederjürgen

Sind diese Punkte zur Zufriedenheit geklärt, geht es in die Impfkabine. Hier gibt mit weiteren Kollegen Jessica Ginder die Spritze. Die medizinische Fachangestellte hat das Spritzen im Berufsbild und diese Erfahrung kommt den Impflingen zugute. Routiniert geht es zu Werke. Gerade nimmt Ron Gummich Platz. Er bekommt als unter 30-Jähriger Biontech. „In welchen Arm?“, fragt Jessica Ginder. Ron Gummich entscheidet sich für links. Schnell desinfizieren, die Spritze ansetzen, dann ein kleiner Pieks und schon ist es vorbei. „Das war fast gar nicht zu spüren. Sehr gut“, bedankt sich Gummich. Es ist seine dritte Impfung. „Wie bei den vorherigen, immer Biontech, hoffe ich auch diesmal, keine Nebenwirkungen zu bekommen“, sagt der frisch Geboosterte.

Im Wartebereich des JZ Ost ist noch eine viertel Stunde Pause angesagt. „Das ist nötig, um mögliche Reaktionen unmittelbar festzustellen, erklärt Franke.

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