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Ronan Fischer erstes Ruhrtalent

Schlau, aber alles andere als ein Nerd

Ahlen

Ronan Fischer ist ein guter Schüler. Und ein guter Freund. Kein Wunder, dass er das erste Ruhrtalent der Städtischen Gesamtschule ist. Für den 14-Jährigen bedeutet das viel.

Ronan Fischer ist das erste Ruhrtalent der Schule. Foto: Peter Schniederjürgen Foto:

Für Ronan Fischer ist es eine unglaubliche Motivation, für seine Schule, die Städtische Gesamtschule, nicht weniger. Denn der 14-Jährige ist das erste Ruhrtalent an der Schule. Das heißt, das Programm Ruhrtalente verschafft ihm eine besondere Förderung (s. Infokasten).

Die Städtische Gesamtschule setzt sich als Talentschule besonders für die kulturelle Bildung ein. Um das adäquat umsetzen zu können, hat sich Lehrer Stefan Meißner zum Koordinator in der Kooperation der Gesamtschule mit der Talentförderung des Landes ausbilden lassen. „Dabei kam schließlich heraus, dass Ronan unser erster Kandidat als Ruhrtalent war“, berichtet die didaktische Leiterin Frauke Hantel-Laufenberg beim Vor-Ort-Termin am Mittwoch.

Freunde freuen sich mit

„Das hat mich auch unfassbar überrascht“, freut sich Ronan Fischer über die Auszeichnung. Die Förderung, die nun auf ihn wartet, reicht von speziellen Trainings über Studienfahrten und Sprachreisen bis hin zu Stipendien. Für den 14-Jährigen wird damit ein Traum war. Denn er ist ein guter Schüler, aber vom Nerd weit entfernt. „Es liegt wohl daran, dass ich einfach gerne lerne“, überlegt der Jugendliche, für den aber weiter seine Freunde ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. „Es ist so toll, sich mit ihnen gemeinsam zu freuen“, sagt Ronan.

Übernimmt die Werte der "Ruhrtalente" ins Schulporogramm: Frauke Hantel-Laufenberg. Foto: Peter Schniederjürgen

Damit macht er klar: Gute Noten reichen nicht, um ein Ruhrtalent zu werden. „Es ist auch soziales Engagement wichtig und die Persönlichkeit muss stimmen“, zählt Frauke Hantel-Laufenberg auf. Ronan habe da voll überzeugt. Er war nicht nur Streitschlichter, sondern gehört auch zum Expertenteam für das außerschulischen Lernlabor Phänomexx. „Wir helfen jüngeren Schulkameraden bei den Experimenten dort“, erzählt Ronan. Sein Berufswunsch ist Arzt: „Menschen zu helfen, hat mir schon immer Spaß gemacht, wäre klasse, auch heilen zu können.“ Jedenfalls hat ihn die Auswahl als Ruhrtalent ein ordentliches Stück weiter in diese Richtung gebracht. „Wenn er will, wird ihn das bis an Studienende positiv begleiten“, betont Frauke Hantel-Laufenberg.

Türöffner fürs Herzensprojekt

Ronan ist jetzt sozusagen der Türöffner für das Herzensprojekt der noch jungen Gesamtschule: Talentförderung. „Wir haben uns entschieden, die Vorgehensweise des Ruhrtalente-Programms für uns in den Schulalltag zu übernehmen“, sagt Frauke Hantel-Laufenberg. Denn auch ihr liegt diese sehr wertschätzende Förderung der Schülerinnen und Schüler besonders am Herzen.

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