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Reisebüros reagieren auf Risikogebiete

Schnell umgebucht auf Griechenland

Ahlen

Spanien hochgestuft auf Hochrisikogebiet: Ahlener bleiben – oder buchen vorher um. Auf Griechenland und die Türkei, auf Italien und Bulgarien.

Von Ulrich Gösmann

Mechthild Thiele Foto: Gösmann

Die Verschärfung der Reiseregeln und die Aussicht auf weitere Härten reißt Ahlener nicht aus ihrer Ur­laubslust. Kurzfristige Stornos? Fehlanzeige. Aber Umbuchungen. Auch in buchstäblich letzter Minute.

Mechthild Thiele berichtet am Mittwoch auf Redaktionsanfrage von Kunden, die sich erst am vergangenen Freitag umentschieden. Ihr Sommerurlaub ging am Sonntag nach Griechenland – und nicht wie eigentlich festgemacht nach Spanien. Viel Telefonarbeit liegt hinter dem Thiele-Team an der Warendorfer Straße. Hochrisikogebiet Spanien sei in diesem Sommer eigentlich gut gebucht gewesen, sagt die Reiseverkehrskauffrau. Schließlich sei das Land vor gar nicht so langer Zeit die erste Destination gewesen, für die es keine Reisewarnung mehr gegeben habe.

Und jetzt das andere Extrem. Thiele: „Das Arbeiten ist hier inzwischen wie in einer Wundertüte. Man weiß heute nicht, was einen morgen erwartet.“ Kunden, die es zeitnah auf die Balearen, Kanaren oder aufs spanische Festland zieht, würden angerufen. „Wir müssen alle informieren.“ Schließlich seien jetzt viele Familien dabei, bei denen nach der Rückkehr zumindest die Kinder in Quarantäne müssten, sollten die Eltern den kompletten Impfschutz haben. Alternativen zu finden, sei in der Kurzfristigkeit schwierig. Oft komme der Wunsch auf Sicherheit und Nähe in Deutschland auf. Doch jetzt noch eine freie bezahlbare Ferienwohnung finden...

Mechthild Thiele

Im Reisebüro Pieper am Markt bucht Susanne Fabian Neukunden auf Griechenland und die Türkei ein, aber auch Italien und Bulgarien seien Spanien-Alternativen. Kurzfristige Stornos habe es bisher noch nicht gegeben. „Wer gerade in Spanien ist, bleibt da“, sagt Fabian. Die Hochstufung Hollands auf Hochrisikogebiet tangiere nicht. Diese Buchungen liefen alle privat.

Video in Kooperation mit dem WDR:

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