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Verhandlung gegen 27-Jährigen fortgesetzt

Sexuelle Belästigung: Zeugin meldet sich bei Gericht

Ahlen

Zweiter Verhandlungstag gegen einen 27-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz. Er soll in Ahlen eine Frau eingesperrt und vergewaltigt haben. Und es gibt weitere Opfer.

-eml-

Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa Foto: David-Wolfgang Ebener

Im Verfahren gegen einen 27-jährigen Mann, der zuletzt ohne festen Wohnsitz in Ahlen lebte und dem schwere Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von drei Frauen vorgeworfen wird (wir berichteten), wurde am zweiten Prozesstag vor dem Münsteraner Landgericht am Donnerstag ein weiterer Tatkomplex aufgearbeitet.

Im Mai 2021 soll der Beschuldigte eine 17-Jährige vor einem „Netto“-Markt in Ahlen sexuell belästigt haben. Bei der Polizei hatte die Geschädigte seinerzeit ausgesagt, dass ihr der ihr vollkommen unbekannte Mann plötzlich an die Brust und in den Intimbereich gefasst habe. Derselbe Mann habe sie zudem über mehrere Tage hinweg mit dem Fahrrad verfolgt und eine Schusswaffe bei sich getragen.

Telefonat abrupt beendet

Da die Zeugin für die Justizbehörden zurzeit jedoch nicht auffindbar ist, wurden zunächst Polizeibeamte zur Aussage der jungen Frau befragt.

Nach einer Sitzungsunterbrechung kehrte der Vorsitzende Richter jedoch mit der Nachricht in den Sitzungssaal zurück, dass sich die Zeugin soeben telefonisch gemeldet habe. Da ihre Aussage für das Verfahren jedoch erheblich sei und der Angeklagte zu den Vorwürfen schweigt, wird sie zu einem anderen Verfahrenstermin nachgeladen werden müssen. Bei der Bitte, sich bei der Polizei zu melden, habe die Zeugin jedoch abrupt aufgelegt, wie der Vorsitzende berichtet.

Am Dienstag (15. November) wird der Prozess fortgesetzt.

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