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Feierliches Gelöbnis in Dolberg

Sicherheitslage fordert starkes Engagement

Dolberg

Die lebendige Patenschaft zwischen Dolberg und der 5. Kompanie des Panzerbataillons 203 aus der „Westfalen-Kaserne“ erlebte durch die Ausrichtung des Feierlichen Gelöbnisses einen weiteren Aufwind.

Von Ralf Steinhorst

140 Rekruten gelobten der Bundesrepublik zu dienen. Sie wurden flankiert von einer Abordnung des Schützenvereins und des Heimatvereins. Stellvertretend für ihre Kameraden legten sechs Rekruten das Gelöbnis ab. Foto: Ralf Steinhorst

Das Gelöbnis des 5. Panzerbataillons 203 fand am Freitagnachmittag erstmals in deren Patengemeinde Dolberg statt. 140 Rekruten wurden auf der Dorfwiese feierlich vereidigt und schlossen damit offiziell ihre Grundausbildung ab.

In den Grußworten kam deutlich die durch den russischen Angriff auf der Ukraine veränderte Sicherheitslage in Europa zum Ausdruck. In seiner Begrüßungsrede zeigte sich der stellvertretende Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Jörg Glugla, erfreut über die große Anteilnahme der Bevölkerung an diesem Gelöbnis: „Ihre Anwesenheit sendet ein starkes Signal ihrer Verbundenheit mit der Bundeswehr“, sagte er. Das sei für die Streitkräfte ein großer Rückhalt. Die Rekruten erinnerte er daran, dass sie mit ihrem Schwur versprechen, sich als Beschützer für dieses Land und seine Demokratie einzusetzen.

Daldrup: „Unverzichtbarer Dienst“

„Die Bundeswehr ist seit ihrer Gründung eine Parlamentsarmee – und das ist gut so“, strich der Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup (SPD) heraus. Das Gelöbnis finde in schweren Zeiten statt, die Bundeswehr wurde in den vergangenen Jahren sowohl bei Auslandseinsätzen, bei der Bewältigung der Folgen von Klimakatastrophen als auch der Coronapandemie eingesetzt. Nicht zuletzt die neue Sicherheitslage in Europa fordere die Bundeswehr sehr in ihrem ohnehin schon starkem Engagement: „Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst“, so Daldrup. Die gewaltige Aufstockung des Bundeswehrbudgets trage der Lage in der Welt nun Rechnung.

Der Dolberger Ortsauschussvorsitzende Philipp Gößling rückte die seit 2020 bestehende gute Patenschaft zwischen Bundeswehr und Dorfgemeinschaft in den Blick: „Unsere Patenschaft wird aktiv gelebt – die Patenschaft ist fester Bestandteil unserer Dorfgemeinschaft“, hob er hervor. Viele gemeinsame Aktionen belegten dieses, daraus seien schon viele Freundschaften entstanden. In Anspielung auf die Sicherheitslage wandte er sich an die Rekruten: „Ihnen gebührt in dieser Situation Respekt, dass sie sich dieser Verantwortung stellen.“ Die Bevölkerung rief Philipp Gößling dazu auf, die Soldaten zu unterstützen.

Mit den Klängen des „Finnländischen Reiterlieds“, dem Lied des Bataillons, leitete dann das Luftwaffenmusikkorps Münster das Feierliche Gelöbnis ein, das stellvertretend eine sechsköpfige Abordnung der Rekruten an der gesenkten Truppenfahne ablegte. Der Artilleriezug des Schützenvereins Dolberg schloss diese Zeremonie mit drei Salutschüssen ab.

Schon zu Beginn der gesamten Zeremonie reihte sich eine Abordnung der Schützen und des Heimatvereins neben den Rekruten ein. Mit der deutschen Nationalhymne und dem jeweils dreifach hallenden Bataillonsschlachtruf „Hacke Tau – Panzer Marsch“ fand das Gelöbnis seinen würdevollen Abschluss.

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