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Partnerschaft für Demokratie

Sichtbare Zeichen gegen Rassismus

Ahlen

Zurzeit laufen die Wochen gegen Rassismus. Ein guter Anlass, auch in Ahlen auf Alltagsrassismus und Vorurteile aufmerksam zu machen.

wn

Christiane Heuser, Dr. Alexander Berger, Ergül Aydemir und Justine Dziaduch setzten mit den Bodenaufklebern vorm Rathaus ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus. Foto: Stadt Ahlen

Ein Zeichen gegen Rassismus setzt die Partnerschaft für Demokratie „Demokratie leben! – Eine Idee vom Glück“. Gemeinsam betonen der Integrationsrat der Stadt Ahlen, Bürgermeister Dr. Alexander Berger, das Integrationsteam sowie das Jugendforum: „In einem Punkt sind wir uns in Ahlen alle einig: Rassismus findet hier keinen Platz.“

Bodenplakate an verschiedenen Stellen

Anlässlich des Aktionstags im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ klebten Justine Dziaduch (Awo Ruhr-Lippe-Ems), die Integrationsratsvorsitzende Ergül Aydemir und die Integrationsbeauftragte der Stadt Christiane Heuser am Donnerstag mehrere Bodenplakate vor die Türen des Rathauses, der Stadthalle und des Technischen Rathauses an der Südstraße. Gleichzeitig hat das Jugendforum Plakate auf verschiedene Schulhöfe in Ahlen platziert.

Für das Gymnasium St. Michael beteiligten sich Schulleiterin Mechtild Frisch und Schülerin Noemi an der Aktion gegen Alltagsrassismus Foto: Stadt Ahlen

„Obwohl Rassismus im Alltag oft übersehen wird, ist er für die Betroffenen ein großes Problem. Mit den Bodenaufklebern soll verdeutlicht werden, dass Vorurteile im Alltag oft nicht wahrgenommen werden und jeder in seinem Umfeld rassistische Aussagen hinterfragen sollte“, bekannte Christiane Heuser. Ihr pflichtete Ergül Aydemir für den Integrationsrat bei: „Rassismus ist ein Verbrechen. Wir stehen hier alle für ein vielfältiges Ahlen.“

Gemeinsam mit anderen Partnern im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ soll auf ein Thema aufmerksam gemacht werden, das häufig unterschätzt wird. Denn gerade die vermeintlich unabsichtlich geäußerten Vorurteile gegenüber anderen führen zu Alltagsrassismus, der das demokratische und respektvolle Zusammenleben gefährdet. Im Rahmen der Aktion werden an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen und vor öffentlichen Gebäuden Vorsicht-Vorurteile-Bodenaufkleber angebracht. „Die Plakate zielen darauf ab, den Blick für Alltagsrassismus zu schärfen und sollen veranschaulichen, dass im übertragenen Sinn nicht einfach darüber hinweggegangen werden kann“, erklärte Justine Dziaduch.

Was jeder gegen Vorurteile tun kann

Die Partnerschaft für Demokratie ist ein Kooperationsprojekt. Es setzt sich bereits seit 2015 gegen Rassismus und für Vielfalt in Ahlen ein und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie einem Eigenanteil der Stadt Ahlen. Mehr Informationen zum Aktionstag und darüber, was jeder im Alltag gegen Vorurteile tun kann, gibt es im Internet.

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