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Feierlicher Verleihung des „Blauen Turms“ an Chöre

Singen macht glücklich und befreit

Ahlen

Chorgesang ist ein großes Glück für die Gesellschaft, denn Chöre machen nicht nur sich selbst, sondern auch andere glücklich. Deswegen verlieh die Bürgerstiftung ihren Preis „Blauer Turm“ in diesem Jahr an Gesangsgemeinschaften. Freuen durften sich viele.

Von Peter Schniederjürgen

Die Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Chöre erhielten mit ihren Urkunden das Bild des Blauen Turms. Foto: Peter Schniederjürgen

„Musik verbindet“ lautete das diesjährige Motto des Förderpreises der Bürgerstiftung „Der Blaue Turm“. Denn er war ausgesetzt worden für die Ahlener Chöre und wurde am Donnerstagabend in der Lohnhalle feierlich verliehen. „Wir wollen damit auf die Chorszene in Ahlen aufmerksam machen“, eröffnete Hans-Jürgen Rzadki, Vorsitzender der Bürgerstiftung, den festlichen Abend. Der „Blaue Turm“ solle den Einsatz der Chöre für das Gemeinwohl würdigen.

Hans-Jürgen Rzadki erklärte das Prinzip: „Ausgestattet mit 10 000 Euro wird der Blaue Turm in der Regel alle zwei Jahre ausgelobt und würdigt das soziale Engagement von Ahlener Bürgern in wesentlichen gesellschaftlichen Themen.“ So wurde der Turm im Jahr 2018 im Ehrenamt, 2016 für Denkmal- und Heimatpflege, 2014 in sportlichen und 2012 in bürgerlichen Belangen vergeben.

Erinnerung an Balkonkonzerte

Auf die Bedeutung von Musik – nicht nur in der dunklen Zeit mit Corona – wies Bürgermeister Dr. Alexander Berger in seinem Grußwort hin. „Denken wir an die Balkonkonzerte, die Farbe und Mut zu zahllosen Menschen in ihren Wohnungen brachten“, erinnerte das Stadtoberhaupt an die Lockdowns. Im Hinblick auf die kommende 800-Jahr-Feier der Stadt bat er Stiftung und Chöre um kreative Ideen zum Festbeitrag.

Das Singen im Chor „macht nicht nur glücklich und mindert Stress, sondern gibt auch das Gefühl der Gemeinsamkeit“, stellte Rudolf Pollex als Mitglied der Bürgerstiftung und der Jury fest. Er betonte die Schwierigkeiten der jüngsten Vergangenheit. „Die Ahlener Chöre haben es schwer gehabt in den Jahren der Pandemie, in denen sie zeitweise ihre Aktivitäten komplett einstellen mussten.“ Mit der Preisverleihung wolle die Bürgerstiftung den Chören Gelegenheit bieten, sich vorzustellen, bekannter zu werden und interessierten Nachwuchs zu werben.

Die jüngsten Preisträger bilden den Schulchor der Albert-Schweitzer-Schule. Foto: Peter Schniederjürgen

Zwischen den Redebeiträgen trugen drei Chöre Kostproben ihrer Repertoires vor. Den Anfang machte „St. Pank“ als Jugendchor von St. Pankratius, die „Voices of Joy“ rissen dann die über 200 Gäste in der Lohnhalle zum stehenden Applaus von den Stühlen und „Querbeet“ ließ die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer ebenfalls stehend mitklatschen. Jeder Chor brachte drei Stücke zu Gehör.

„Unsere Juroren, Rudolf Pollex, Axel Ronig, Andreas Blechmann und Dr. Raimund Balmes haben sich allergrößte Mühe gegeben, die Preise gerecht zu vergeben“, so Hans-Jürgen Rzadki. Je 1000 Euro gehen an den Dietmar-Hahn-Chor, an „Querbeet“, an „dieWerse Töne“, an die „Himmelsstürmer“, an „St. Pank“ und an „Voices of Joy“ Dolberg.

„Querbeet“ brachte den Saal zum Beben. Foto: Peter Schniederjürgen

Je 400 Euro gehen an den Schoenefeldt-Chor, MGV Concordia Ahlen, Cäcilia-Liedertafel, die Kantorei St. Marien, die Chorgemeinschaft St. Bartholomäus, den Chor der Pauluskirche und die Musical-AG Städtisches Gymnasium.

„Terz“, das Schwarz-Weiß-Quintett, der Morgenchor der Christuskirche und der Schulchor der Albert-Schweitzer-Schule werden mit je 300 Euro bedacht. Die Juroren stellten die Chöre und ihre Arbeitsschwer- und Karrierehöhepunkte im Rahmen der Preisverleihung kurz vor.

Mit zwei weiteren Liedern von „Querbeet“ und dem Dank an die Organisatoren beendete Hans-Jürgen Rzadki die offizielle Preisverleihung und lud zum zwanglosen Austausch in den hinteren Teil der Lohnhalle ein.

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