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„CDU-Ferienbier“ beim Reit- und Fahrverein Ahlen

Sinnvolle Mittelverwendung

Ahlen

Unter den Vorzeichen der Bundestagswahl stand das traditionelle „Ferienbier“, zu dem der CDU-Stadtverband unter anderem Henning Rehbaum begrüßte.

Von Christian Wolff

Jochen Dornseifer (r.) hatte es dem Stadtverband ermöglicht, das traditionelle „Ferienbier“ mal an einem anderem Standort auszurichten – beim Reit- und Fahrverein Ahlen. Dort ist in den vergangenen Monaten viel investiert worden, auch durch Landesmittel. Peter Lehmann überreichte ein Präsent. Foto: Christian Wolff

Nach vielen Jahren in den Clubheimen von DJK „Vorwärts“ oder der Ahlener Sportgemeinschaft (ASG) wechselte das traditionelle „CDU-Ferienbier“ am Mittwochabend den Standort. Dass die Ahlener Christdemokraten diesmal am Platz des Reit- und Fahrvereins an der Walstedder Straße ihre lockere politische Runde ausrichteten, geschah jedoch nicht aus Lust und Laune: „Wir können hier einmal zeigen, wie Landesmittel sinnvoll eingesetzt werden“, sagte Stadtverbandschef Peter Lehmann.

Diesen Umstand konnte der Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum gleich mit Zahlen untermauern: „150 000 Euro sind in den Verein geflossen.“ Das Geld habe nicht nur die Infrastruktur aufgewertet, sondern gerade in Coronazeiten für Motivation gesorgt. „Ich danke allen, die in Vereinen wie diesem aktiv sind. Ich sehe die Unterstützung als Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements.“ Jochen Dornseifer, selbst im Reitverein wie in der CDU aktiv, lobte das Programm „Moderne Sportstätten“, das seinen Mitstreitern neben einer neuen Pflasterung auch einen modernen Springparcours und eine effiziente Heizungsanlage beschert habe.

Henning Rehbaum Foto: Christian Wolff

Neben lokalem Lob schlugen die CDU-Vertreter aber auch kritische Töne mit Blick auf die nahende Bundestagswahl an. „Die aktuellen Umfragen gefallen mir nicht“, bekannte Peter Lehmann. Doch er sei fest davon überzeugt, dass sich dieser Trend nicht bis September fortsetzen wird. Dem schloss sich Henning Rehbaum direkt an: „Im Moment ist es noch die Ruhe vor dem Sturm. Der Wahlkampf hat noch gar nicht richtig begonnen.“ Es sei bisher nur ein Vorgeplänkel gelaufen, wenn auch punktuell schon etwas lauter als gewohnt. „Wir können und werden es belegen, dass wir in NRW Riesenfortschritte gemacht haben. Die Menschen werden die Unterschiede feststellen“, sagte er. „Als wir angetreten sind, haben wir eine etwas kraftlose Regierung übernommen. Inzwischen haben wir das Personal bei der Polizei in einem noch nie dagewesenen Maße ausgeweitet und auch rechtliche Möglichkeiten geschaffen, damit der Staat gegen Verbrecher härter und schneller durchgreifen kann.“

Ferienbier der CDU Ahlen 2021 Foto: Christian Wolff

Beim Thema Verkehr plädierte der Landtagsabgeordnete für ein gesundes Mittelmaß. „Wir können auf dem Land nicht alles mit dem Rad machen. Wir brauchen einen guten Verkehrsmix, müssen die Schiene stärken, um die Straßen zu entlasten.“ Auch Ahlen profitiere von dieser Politik der CDU. Der grüne Wunsch nach einer autofreien Gesellschaft halte er für illusorisch. „Wir haben schon Radwege gebaut, da sind die Grünen noch mit Dreirädern gefahren“, sagte Rehbaum mit einem Augenzwinkern.

Rehbaum: „Ahlen profitiert von CDU-Landespolitik“

Wie sehr das Thema Klimaschutz nicht nur bundes- und landesweit, sondern auch in Ahlen gelebt wird, zeigte Bürgermeister Dr. Alexander Berger an mehreren Beispielen auf. Überhaupt: „Trotz Corona bearbeiten wir viele große Themen.“ Neben der Klimastrategie seien das Rathaus und Stadthalle, Osttangente, Mobilitätskonzept und einiges mehr. Angesichts der umfangreichen Vorlagen könne man kaum noch davon sprechen, dass ein Ratsmitglied vornehmlich ehrenamtlich arbeitet. „Das ist schon fast so etwas wie ein zweiter Beruf.“ Und ohne diejenigen, die sich viel Zeit dafür nehmen, würde das Zusammenspiel von Verwaltung und Politik in Ahlen kaum so gut funktionieren.

Viele der angerissenen Themen wurden im Anschluss bei kühlen Getränken und einem Grillbüfett noch vertieft.

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