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Ahlener Aufklärungsbataillon 7 im „Corona-Dienst“

Soldaten spenden „Helfende Hände“

Ahlen / Bottrop

Seit Karfreitag sind die Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 aus Ahlen im Bottroper Corona-Hilfszentrum aktiv. Sie unterstützen die Menschen zum Beispiel bei der Ankunft, im Wartebereich sowie nach einer Untersuchung beziehungsweise nach einer Testung.

Christian Wolff

Die „Helfenden Hände“ tragen Handschuhe: Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 übernehmen am Bottroper Corona-Behandlungszentrum den Empfang und weisen Patienten ein. Foto: Bundeswehr

Es ist keine taktische Übung, keine Operation auf dem Feld mit Spähpanzer oder scharfer Munition, aber in Krisenzeiten bedeutender denn je: „Helfende Hände“ heißt der aktuelle Dienst der Bundeswehr, an dem sich seit einigen Tagen auch Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 aus der „Westfalen-Kaserne“ beteiligen.

Im Schwerpunkt ist es die dritte Kompanie aus Ahlen, die mit rund zehn Kameraden wöchentlich im Wechsel das Corona-Behandlungszentrum in Bottrop betreut. Der ungewöhnliche Einsatz ist zunächst bis Sonntag, 31. Mai, terminiert worden. Eingesetzt sind Soldaten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

„Die Hauptaufgabe besteht darin, die Patienten einzuweisen“, sagt Oberleutnant Astrid Michelske, zuständig für die Pressearbeit im Ahlener Bataillon, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Als die lokalen Mitarbeiter der Ruhrgebietsstadt an ihre Grenzen kamen, riefen sie über das Kreisverbindungskommando Bottrop die Soldaten zur Hilfe. Die kamen, organisierten die Ein- und Ausschleusung und erhöhten so die Schlagzahl und die Übersichtlichkeit.

Das Behandlungszentrum liegt im „Saalbau“ der Stadt Bottrop. Entstanden ist es aus der zentralen Abstrichstelle für Corona-Tests. Schrittweise aufgebaut hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe diese Zentren. Klare Aufgabe: Sie sollen Infizierte oder Menschen, bei denen Symptome auf eine mögliche Infizierung schließen lassen, von den Hausarztpraxen fernhalten.

Früh Kontingente genannt

Wer den Saalbau an der Bottroper Gerichtsstraße betritt, wird direkt von den Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 empfangen. „Die Bundeswehr hat früh Kontingente genannt, um die Gemeinden bei Bedarf zu unterstützen“, sagt Oberstleutnant Uwe Kort, Sprecher des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr. „Bottrop war die erste Stadt in NRW, die wir mit den ‚Helfenden Händen‘ unterstützt haben.“ So leiten die Soldaten Patienten durch das Zentrum. Damit entlasten sie die städtischen Mitarbeiter. „Das ist uns eine sehr große Hilfe“, sagt Paul Ketzer, Chef des städtischen Krisenstabes. Auch beantworten die Soldaten Fragen rund um den organisatorischen Ablauf. 30 bis 40 Patienten, die sowohl zu Fuß als auch mit dem eigenen Pkw zum Zentrum kommen, werden aktuell am Tag behandelt.

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