SPD und Lunch Club

„Stabilitätsanker für Familien“

Ahlen

Der Lunch Club ist viel mehr als ein reines Kinderrestaurant. Wie die Einrichtung während der Coronapandemie Kontakt zu den Kids hält, erfuhren jetzt einige Mitglieder der Ahlener SPD.

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Heike Gründken (o.l.), Frederik Krabbe (o.r.) und Markus Möhl (u.r.) berichteten den SPD-Mitgliedern von der Arbeit im Lunch Club während der Pandemie. Foto: SPD Ahlen

Bereits seit einigen Jahren bietet der „Lunch Club“ Kindern im Alter von sechs bis 14 Jahren neben einer warmen und gesunden Mahlzeit auch eine Lernunterstützung und gemeinsame Freizeitaktivitäten an.

Doch wie hat sich die Pandemie auf das Angebot ausgewirkt? Das wollte die Ahlener SPD in einem Austausch mit Heike Gründken, Frederik Krabbe und Pfarrer Markus Möhl genauer erfahren. „Den Termin haben wir bereits im letzten Jahr vereinbart, leider musste dieser nun aufgrund der steigenden Infektionszahlen digital stattfinden“, so Frederik Werning, Vorsitzender der SPD Süd-Ost-Dolberg. Dabei unterstrich er: „Gerade deswegen wollten wir den Austausch keinesfalls absagen. Die Pandemie betrifft Familien, die von Armut bedroht sind in besonderem Ausmaß. Da sind Einrichtungen wie der Lunch Club umso wichtiger, weil sie eine wichtige Anlaufstelle – nicht nur für die Kinder sind.“

Spannende Challenges

Der pädagogische Leiter Frederik Krabbe wusste von einigen spannenden Aktionen während der Pandemie zu berichten: „Wir kommen unter anderem via Zoom mit den Kids in Kontakt und planen von Woche zu Woche unterschiedliche Challenges. Besonders die Koch-Challenges sind bei den Kindern hoch im Kurs, dabei können sie sich die Zutaten von uns abholen und wir kochen via Zoom-Konferenz gemeinsam.“

Neben Challenges gebe es auch verschiedene Gesprächsthemen. So soll im Sinne der Mitbestimmung der Kinder ein „Lunch-Club“-Rat gegründet werden. „Hierzu haben wir einen digitalen Austausch mit unterschiedlichen Personen organisiert, um den Kindern das Thema Mitbestimmung näherzubringen. Aber auch unser Nachhilfeangebot wird mittlerweile digital sehr gut angenommen“, ergänzte Heike Gründken, Leiterin des „Lunch Clubs“. Mit im Gepäck hatte Pfarrer Markus Möhl einen kurzen Bericht über den Club aus dem Fernsehen. „Das Thema Armut gehört in die Öffentlichkeit und nicht versteckt. Wir wollen den Kindern im Lunch Club neben einer Mahlzeit auch eine Stimme geben. Unsere Arbeit ist allerdings rein durch Spenden finanziert. Deswegen freuen wir uns über jede Unterstützung - auch ideeller Art.“

Anerkennung für Akteure

Frederik Werning zeigte sich überzeugt: „Es ist toll zu sehen, was hier nicht nur, aber besonders in den letzten Monaten auf die Beine gestellt wurde. Der Lunch Club ist ein Stabilitätsanker für viele Familien im Ahlener Osten und darüber hinaus. Für die Arbeit in der viel persönlicher Einsatz der handelnden Personen erkennbar ist, kann man nicht genug Anerkennung zollen.“

Einig waren sich die Teilnehmer auch darin, dass der Austausch in absehbarer Zeit und vor Ort fortgesetzt werden soll, sobald das wieder möglich ist.

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