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Betriebsausschuss stimmt neuem Konzept zu

Stadtpark wird kein Sportpark

Ahlen

Keine zusätzlichen Sportgeräte in Ahlens neuem Stadtpark. Dem Sanierungskonzept stimmte der Betriebsausschuss ohne Korrekturen zu. Heißt: Erholungspark, nicht Sportpark. Platz für Fitness wäre aber entlang des Werselaufs in Richtung Berliner Park.

Ulrich Gösmann

Die Zick-Zack-Mauer bleibt erhalten und wird über Bodenstrahler illuminiert. Das ummauerte Blumenbeet rechts soll zu einer offenen Bühne am Fuße der weitläufigen Kampenwiese umgestaltet werden. Foto: Ulrich Gösmann

Es bleibt dabei: Ahlens neuer Stadtpark wird Erholungspark – und nicht Sportpark. Politische Zustimmung bekamen die 2,288 Millionen Euro teuren Sanierungspläne am Donnerstagnachmittag in der Sitzung des neuen Betriebsausschusses. Wer es gerne sportlich hätte, könnte künftig auf der beliebten Joggingstrecke entlang dem Werselauf zwischen Stadtpark und Berliner Park an Fitnessstationen in Form kommen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, sah in den Plänen die Bürgerwünsche aus den Workshops eingearbeitet. Der Siegerentwurf habe historische Elemente wie Kampenwiese, Brunnenanlage und Zick-Zack-Mauer aufgenommen. Der Verlauf der Werse sei im Park erlebbar. Durchblick erhöhe das Sicherheitsgefühl – wie zuletzt auch im Berliner Park.

Die Umgestaltung der Robert-Koch-Straße, so Döding, erfolge auch in Abstimmung mit dem St.-Franziskus-Hospital. „Die lange Parkreihe ist ein Dorn im Auge und behindert den Rettungsdienst.“ Durch Verlagerung der hinteren Stellflächen in beidseitiger Anordnung vorne an die Parkstraße ende die Fahrt in einem kleinen Wendehammer kurz vor dem Krankenhauseingang. Die Wersebrücke, führte der Betriebsleiter aus, werde aufgehübscht, erhalte einen Gussasphaltbelag mit integrierter Entwässerung und Bänke mit Werse-Panorama.

Weitere Bestandteile des Konzepts: Wersebrücke und Robert-Koch-Straße. Foto: Ulrich Gösmann

Blick auf den Alfred-Kitzig-Brunnen: Der, so Döding, sei nicht mehr zu retten. Der letzte große Sturm hätte zwei Bäume entwurzelt. Dadurch sei der Unterbau angehoben worden. Erhalten bleibt die Zick-Kack-Mauer, die durch Bodenstrahler stimmungsvoll illuminiert werde. Das vorgelagerte und ummauerte Blumenbeet soll zu einer Bühne umfunktioniert werden. Dahinter die Weitläufigkeit der Kampenwiese bis hin zur großen Brunnenanlage, die zu einem Wassergarten umgestaltet und teils zurückgebaut wird.

20 Beleuchtungspunkte strahlen die nach der Umgestaltung verbliebene große Wegrunde aus und sollen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Was auch Joggern gefallen dürfte. Das Licht wird ein warm-weißes sein. Insektenfreundlich, wie Döding betonte.

Eingriffe in den alten Baumbestand werde es übrigens nicht geben: „Befürchtungen, wir machen Tabula rasa, kann ich nehmen. Das haben die Stürme übernommen“, so der Referent.

Bernd Meiwes

Dem Wunsch aus dem Klimaausschuss, Sportgeräte im Park zu installieren, setzte Bernd Döding eine Alternative am Standort der geplanten Großschaukel in Kiosk­nähe entgegen: einen Balancierparcours mit sportgeräteartigen Elementen wie Barren, Reckstangen oder Hangelringen. Bernd Meiwes winkte für die SPD ab: „Die Riesenschaukel ist eine Besonderheit. Die Alternative passt nicht.“

Bernd Döding

Peter Schmies (CDU) warb für eine Parköffnung zum Café-Restaurant „Chagall“. Und fragte: „Soll die Mauer weg?“ Bernd Döding sah das Bauwerk in einem fragwürdigen Winkel und bestätigte: „Wir sind im Gespräch.“

Heinrich Artmann (FWG) juckte sich an den Riesenameisen, die auf dem Großspielplatz Anziehungsmagnet sein sollen. Warum habe man nicht auch eine Firma mit Elefanten in der Auswahl? Ob da bei der Ausschreibung alles korrekt gelaufen sei? Bernd Döding verwies auf eine ganz klare Funktionsbeschreibung, über die die Stadt Ahlen an das Unternehmen aus dem Spreewald gekommen sei. Und: „Ob Ameisen oder Schildkröten, das war am Ende egal.“

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