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Automatische Anpassung der Abschlagsbeträge

Stadtwerke setzen Preisbremsen für Strom und Gas jetzt um

Ahlen

Bei den Ahlener Stadtwerken wird derzeit auf Hochtouren an der Umsetzung der Energiepreisbremsen geschraubt. Die Zusage steht: „Unsere Kunden brauchen nichts zu tun“, sagt Sprecher Marco Kißler.

Die Strom- und Gasuhren laufen in vielen Haushalten langsamer. Bei den Stadtwerken wird derzeit auf Hochtouren an der Umsetzung der Energiepreisbremsen gearbeitet. Foto: Christian Wolff

Die Energiepreisbremsen sind verabschiedet: Sie gelten für private Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen ab März; für Januar und Februar sieht die Bundesregierung eine rückwirkende Entlastung vor. Bei den Stadtwerken Ahlen profitieren diese Kundengruppen automatisch von den staatlichen Entlastungen.

Das kommunale Energieunternehmen passt die monatlichen Abschlagsbeträge schnellstmöglich an, heißt es in einer Pressemitteilung von Donnerstag. „Unsere Kunden brauchen nichts zu tun. Unsere IT arbeitet auf Hochtouren, damit die Menschen in diesen unsicheren und herausfordernden Zeiten die finanzielle Erleichterung bald spüren werden“, sagt Marco Kißler, Leiter des Bereichs „Kunde und Markt“ der Stadtwerke Ahlen. „80 Prozent des Verbrauchs sind gedeckelt.“

Preise noch vergleichsweise günstig

Bei der Gaspreisbremse gilt für 80 Prozent des bisherigen Verbrauchs ein maximaler Gaspreis von zwölf Cent pro Kilowattstunde; bei Strom zahlen Kunden – ebenfalls für 80 Prozent des historischen Verbrauchs – maximal 40 Cent pro Kilowattstunde inklusive Steuern. Für jede Kilowattstunde, die darüber hinausgeht, wird der normale Vertragspreis berechnet. So soll ein Sparanreiz erhalten bleiben.

Bei den Stadtwerken Ahlen zum Beispiel kostet Strom in der Grundversorgung ab Januar 2023 brutto 46,85 Cent pro Kilowattstunde, Gas 14,08 Cent pro Kilowattstunde bei einem Musterhaushalt mit 15 000 Kilowattstunden pro Jahr. „Wir liegen mit unseren Preisen noch vergleichsweise günstig“, ordnet Marco Kißler die neuen Angebote ein.

Verrechnung erfolgt direkt

Die Verrechnung der staatlichen Zuschüsse erfolgt zwischen Bundesregierung und Energieanbieter direkt. Bei den Stadtwerken Ahlen bedeutet die staatliche Subvention konkret, dass der Staat für 80 Prozent des historischen Verbrauchs in der Grundversorgung bei Strom 6,85 Cent und bei Gas 2,08 Cent übernimmt und an den Versorger überweist. „In den Jahresverbrauchsabrechnungen sind für diesen Anteil die gedeckelten Beträge ausgewiesen“, erklärt der Bereichsleiter. „Für jede weitere Kilowattstunde zahlen Kunden unseren aktuellen Arbeitspreis. Sparen lohnt sich also persönlich und hilft zudem, die angespannte Versorgungssituation zu entlasten.“

Bei Zahlungsproblemen oder Fragen können sich die Bürger an den Kundenservice der Stadtwerke Ahlen wenden: „Wir helfen und unterstützen, wo wir können. Auch wenn jemand in Zahlungsnot ist, finden wir Wege“, betont Kißler. „Wir bitten jedoch um etwas Geduld. Unsere Kollegen im Kundenservice haben durch die Energiekrise alle Hände voll zu tun. Da kann es schon mal etwas länger dauern. Deshalb lieber eine E-Mail schreiben statt anzurufen“, so sein Tipp. Schnelle Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt es auch auf der Internetseite der Stadtwerke Ahlen: Unter dem Reiter „Service“ finden Interessierte Informationen rund um Energiekrise, Energiemarktsituation, Preise und gesetzliche Entlastungspakete.

„Unsere Serviceseite halten wir stets aktuell, so dass unsere Kunden zeitnah auch umfassende Informationen zu den Preisbremsen dort finden werden“, fügt Nina Starp, Teamleiterin Kundenservice, hinzu.

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