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Maibaumaufstellung reibungslos

Stamm wiegt über eine Tonne

Vorhelm

Viele helfende Hände, gute Laune, leckeres Essen und Musik: Die Maibaumaufstellung in Vorhelm war nach der Pandemiepause ein willkommenes Spektakel.

Von Ralf Steinhorst

In Vorhelm freute sich die Dorfgemeinschaft, dass endlich wieder die Maibaumaufstellung stattfinden konnte. Foto: Ralf Steinhorst

Wenn der Ballermannclub der Vorhelmer Schützen am Vortag des 1. Mai auf dem Dorfplatz seine Kanone mit lauten Knallen zündet, dann ist es soweit: Der Maibaum steht. Das war um 18.37 Uhr. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause zog es die Vorhelmer am Samstagabend wieder raus, um dieses Ereignis ausgiebig zu feiern. Die letzten Gäste hielten es bis spät in die Nacht aus.

Weil die Maifeier dieses Mal auf einem Samstag lag, hatten Heimatverein und die Interessengemeinschaft der Vorhelmer Vereine (IGVVV) als Ausrichter beschlossen, statt um 18 Uhr schon um 17 Uhr die Stände zu öffnen. Begrüßt wurden die Besucherinnen und Besucher von der stellvertretenden Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss und von Ralf Kiowski, der erstmals im Kiepenkerl-Dress durch das Programm führte. Rita Pöppinghaus-Voss würdigte in ihrem Grußwort das ehrenamtliche Engagement der Vorhelmerinnen und Vorhelmer und zählte als Beleg mehrere bürgerschaftliche Projekte auf: „Der Maibaum ist ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit und steht in diesem Fall auch sinnbildlich für dieses Engagement.“

Überpünktliche Anlieferung

Überpünktlich – um 17.55 Uhr – wurde der blanke Stamm des Maibaums von Treckerfahrer Bernhard Rieping angeliefert, 18 Uhr war anvisiert gewesen. Ralf Kiowski wunderte sich augenzwinkernd: „Ich habe den Maibaum ganz anders in Erinnerung.“ Dem halfen die Feuerwehrleute des Löschzugs wie die Helfer von Heimatverein und IGVVV schnell ab, routiniert und schnell waren die Schilder von Vereinen und Institutionen angehängt. Zum Aufstellen kamen dann noch Soldaten der Patenschaftskompanie des Ausbildungsbataillons 7 der Westfalenkaserne mit helfenden Händen dazu. „Wir haben nichts verlernt“, zeigte sich Löschzugführer Raphael Eustermann am Ende zufrieden.

Währenddessen kramte Ralf Kiowski in der Historie des Maibaums: „Wussten Sie, dass der Stamm über eine Tonne wiegt?“ Er war also kein Leichtgewicht für die Helfer. Auch, dass er vor 21 Jahren mal von den Nachbardörflern aus Enniger „geklaut“ worden war, durfte als Information nicht fehlen.

Musikalisch fehlten auch dieses Mal nicht der Spielmannszug Enniger-Vorhelm, das Jugendblasorchester Vorhelm und die Jagdhornbläser St. Hubertus. In bewährter Manier sorgten auch wieder die Frauengemeinschaft, die Landfrauen, das Team Drude und die Soldaten der Ausbildungskompanie für das leibliche Wohl. Lediglich bei der Kinderbelustigung gab es was neues. Dort verkaufte die OGS der Augustin-Wibbelt-Schule Popcorn und die Kita Wibbelei bot ein Steinebemalen an. Alles lief also wie am Schnürchen, wie auch der IGVVV-Vorsitzende Guido Keil feststellte: „Sogar der Aufbau mit den vielen jungen Leuten hat gut geklappt.“

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