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Ehepaar Kaldewei engagiert sich

Stiftung will Interesse an Kunst fördern

Ahlen

Regierungspräsident Prof. Reinhard Klenke wurde prosaisch: Einer fernöstlichen Weisheit zufolge gehöre zu einem erfüllen Leben, auch einen Baum zu pflanzen. Im übertragenen Sinn gilt das auch für die Stiftungsurkunde, die Klenke am Donnerstagmorgen im Haus der Bezirksregierung in Münster an Michaela und Franz-Dieter Kaldewei in Anwesenheit zahlreicher Familienangehörigen, darunter Enkelkind Leni, und auswärtiger Gäste überreichte.

Dierk Hartleb

Feierlicher Akt: Mit ihrer Unterschrift besiegelten Michaela und Franz-Dieter Kaldewei ihre Kulturstiftung zur Förderung des deutschen Expressionismus. Foto: Dierk Hartleb

Mit dem formellen Akt und den Unterschriften der beiden Stifter war die Kulturstiftung Franz-Dieter und Michaela Kaldewei offiziell anerkannt. Der Regierungspräsident bescheinigte dem Ahlener Stifterehepaar, in dem Bestreben, das Interesse der Mitmenschen an meisterlichen Kunstwerken zu stärken und zu fördern, vorbildlich zu handeln und fuhr fort: „Mit Ihrem Vorhaben werden Sie Erfolg haben und der Gesellschaft einen Bereich anbieten, der unter dem Druck von Sparzwängen öffentlicher Kassen oft vernachlässigt wird.“ Mit ihrer Stiftung verfolgen die Stifter das Ziel, Kunst und Kultur, insbesondere die Kunst des deutschen Expressionismus im 20. Jahrhundert, zu fördern. Nach Aussage von Prof. Carl-Heinz Heuer, alleiniger Vorstand der Stiftung, will sie Ausstellungsvorhaben im In- und Ausland unterstützen oder auch die Herausgabe von Publikationen fördern. Auch die Kunstvermittlung gehöre zu den Aufgaben, derer man sich annehmen wolle. Neben Heuer, der auch Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der Fritz-Winter-Stiftung in München ist, nahm auch Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy, Direktorin des Franz Marc Museums in Kochel, die dem Beirat der Kulturstiftung angehört, an der Feierstunde teil. In seiner Replik hob der Stifter hervor: „Die Kulturstiftung haben meine Frau und ich in der festen Überzeugung gegründet, dass die Förderung der Kunst und Kultur nicht nur eine staatliche Aufgabe ist. Gerade die Geschichte des deutschen Expressionismus, der uns sehr am Herzen liegt, zeigt: Kunst und Kultur entwickeln sich auch außerhalb staatlicher Förderung. Hierzu wollen meine Frau und ich einen Beitrag leisten.“ Mit dem Zitat von Franz Marc: „Traditionen sind eine schöne Sache, aber das Traditionen schaffen, nicht das von ihnen leben“, trug sich Franz-Dieter Kaldewei in das Stiftungsbuch der Bezirksregierung ein. Das Ehepaar Kaldewei stattet die Stiftung mit einem Anfangsvermögen von einer Million Euro aus. Es muss ungeschmälert erhalten bleiben und kann durch Zustiftungen erhöht werden. Die „Kulturstiftung Franz-Dieter und Michaela Kaldewei“ ist die 535. Stiftung im Regierungsbezirk Münster, die 55. Stiftung im Kreis Warendorf und die neunte Stiftung in der Stadt Ahlen.

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