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Polizeiliche Kriminalstatistik

Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung verdoppelt

Ahlen

Noch immer viele, aber im Vergleich weniger Straftaten als in den Vorjahren zeigt die aktuelle Kriminalitätsstatistik der Polizei sowohl für den Kreis Warendorf als auch für Ahlen.

-chw-

Der Mord am Koch Thomas Atak ereignete sich bereits im Dezember 2020, floss aber erst in die Statistik von 2021 ein. Foto: Max Lametz

23 Prozent aller Straftaten, die 2021 im Kreis Warendorf angezeigt wurden, wurden in Ahlen begangen. Genau 2972 waren es (Vorjahr: 3153). Damit liegt die Wersestadt neben Beckum (16 Prozent) und Oelde (zwölf Prozent) – auch aufgrund der Einwohnerdichte – erneut an der unrühmlichen Spitze der polizeilichen Kriminalitätsstatistik, die am Montag vorgestellt wurde.

Bei der Kriminalitätsbelastung – gesehen auf 100 000 Einwohner – liegt Ahlen „nur“ auf Platz zwei, hinter Beckum. Auffällig auch: Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, von denen 2020 genau 52 Fälle registriert wurden, haben sich nahezu verdoppelt auf 100.

Mord an Koch geschah bereits Ende 2020

Dennoch: Eine hohe Aufklärungsquote und insgesamt rückläufige Fallzahlen, vor allem bei Wohnungseinbruchdiebstählen und in der Straßenkriminalität, hebt Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Präsentation positiv hervor. Von den drei Tötungsdelikten, die in die Ahlener Statistik einflossen, stammt einer – der Mord am 34-jährigen Koch Thomas Atak – bereits aus dem Jahr 2020. Im März 2021 kam es zu einem Streit unter jungen Männern. Das Opfer wurde niedergestochen. Die beiden Täter konnten ermittelt, festgenommen und verurteilt werden. 

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