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Tipps der Polizei

Taschendiebe lieben das Gedränge

Ahlen/Kreis Waren...

Vorsicht vor Taschendieben! Ihrem Infostand auf dem Ahlener Wochenmarkt schickt die Kreispolizei Warendorf Hinweise hinterher, wie sich der Zugriff verhindern lässt. Und: Was zu tun ist, wenn es doch passiert ist.

wn

Dort, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, vorzugsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen, Flughäfen, in Fußgängerzonen, bei Messen oder Volksfesten, finden Taschendiebe ihre Opfer. Hier Tipps der Polizei rund um das Thema Taschendiebstahl.

Die Trickdiebe gehen oft arbeitsteilig vor. Oft lenken sie die Opfer ab, indem ein Täter einen Stau im Gedränge provoziert, die Opfer scheinbar unabsichtlich anrempelt oder etwa nach der Uhrzeit, dem Weg oder Ähnlichem fragt. Ein Mittäter nimmt die Geldbörse oder das Handy aus den Taschen der Opfer und verschwindet unauffällig. Auch Kunden, die in Geschäften arglos Waren betrachten, Kleidung probieren oder ihre Einkäufe erledigen, sind beliebte Opfer von Taschendieben.

Neben Diebstählen von Geldbörsen aus Hand- oder Jackentaschen werden ebenfalls häufig Portemonnaies aus Einkaufskörben, die in Supermarkt-Einkaufswagen stehen entwendet.

Die Diebe nutzen sorgloses und unachtsames Verhalten oder die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus.

Taschendiebstahl kann teuer werden

Neben dem finanziellen Schaden ist ein Taschendiebstahl oft mit großem zeitlichem Aufwand und Ärger verbunden, z. B. weil entwendete Dokumente neu ausgestellt werden müssen. Für die Wiederbeschaffung von Ausweisen, Führerschein und anderen Dokumenten können schnell einige Hundert Euro zusammen kommen.

Neben Geldbörsen stehlen Taschendiebe häufig auch Mobiltelefone. Dann sind neben dem Handy oft viele persönliche Daten wie Adressen, Bilder usw. weg.

Mit erbeuteten Debit-1 oder Kreditkarten verursachen die Täter zudem hohe Folgeschäden, wenn sie Geld vom Konto ihrer Opfer abheben. Im schlimmsten Fall werden entwendete Ausweise sogar für Geschäfte genutzt.

Versicherungen zahlen die Schäden nicht

Was könnte mich ein Taschendiebstahl kosten?

•Personalausweis 28,80 €

•Reisepass 59,00 €

•Führerschein (Ersatz) 40,00 €

•Fahrzeugschein 12,00 €

•EC-Karte 20,00 €

•Kreditkarte 25,00 €

•ÖPNV-Ticket 63,00 €

•Sonstige Ausweise Ø 10,00 €

Gesamtkosten 257,80 €

Verluste werden in der Regel nicht von Ihrer Versicherung ersetzt.

Zusätzlicher Zeitaufwand, (evtl. ohne Kosten) fällt an für Krankenkassenkarte, Sozialversicherungsausweis, Schülerausweis, Studentenausweis, Mitgliedsausweis, Paybackkarte und die Anzeigenerstattung auf der Wache.

Die Polizei rät:

• Rechnen Sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe Sie ablenken wollen, um Sie zu bestehlen. Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie von Unbekannten angesprochen werden – mit welchem Anliegen auch immer.

• Tragen Sie Wertsachen und Dokumente nicht in der Handtasche bei sich, sondern verteilen Sie sie in verschlossenen Innenta-schen Ihrer Oberbekleidung. Empfehlenswert sind auch Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder Geldgürtel.

• Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche stets verschlossen unter dem Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper. In Geschäften, Fußgängerzonen oder ähnlich belebten Bereichen sollten Sie auch Ruck-säcke immer verschlossen unter dem Arm tragen.

• Verwahren Sie Wertgegenstände wie Geldbörse, Mobiltelefon und Schlüssel nicht in der Einkaufstasche, dem Einkaufskorb oder Einkaufswagen und legen Sie Ihr Portemonnaie an der Kasse nicht aus der Hand.

• Lassen Sie Gepäck und Wertsachen nie aus den Augen. Nehmen Sie Geldbörsen, Mobiltelefone, Schlüssel usw. immer aus Kleidungsstücken, die Sie an Garderoben oder über Stuhllehnen hängen. In Restaurants oder Cafés Taschen nicht an die Stuhl-lehne hängen, sondern auf Ihren Schoss stellen oder auf den Boden, fixiert zwischen Ihren Füßen. Legen Sie ihr Mobiltelefon nicht offen auf den Tisch, sondern behalten Sie es in einer verschlossenen Tasche.

• Führen Sie nur soviel an Bargeld mit, wie Sie brauchen.

• Notieren Sie sich die Daten Ihrer Geldkarten (Kontonummer und Bankleitzahl) und die Geräte-Nummer (IMEI) ihres Handys. Nehmen Sie die Notizen niemals mit, sondern bewahren Sie sie sicher Zuhause auf.

•Notieren Sie niemals die vierstelligen PIN-Codes von Debit- oder Kreditkarten sowie Mobiltelefonen, sondern lernen Sie diese auswendig.

Tipps und Hinweise der Polizei nach einem Taschendiebstahl

•  Erstatten Sie immer eine Strafanzeige, auch wenn es nur zu einem versuchten Diebstahl gekommen ist.

• Die Polizei wird Ihre entwendeten Kredit- bzw. Bankkarten für das elektronische Lastschriftsystem sperren lassen.

• Sperren Sie zusätzlich entwendete Kredit- bzw. Bankkarte und Mobiltelefone unverzüglich über die einheitliche Sperr-Notruf-Nummer 116 116.

• Informieren Sie zusätzlich und unverzüglich Ihr Geldinstitut.

• Sperren Sie die SIM-Karte Ihres Mobiltelefons sofort bei Ihrem Netzbetreiber. Das gilt auch für Prepaid-Karten.

• Melden Sie den Diebstahl von Ausweisen, Führerschein etc. unverzüglich den zuständigen Ämtern.

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