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Korso der Landwirte: „Ein Funken Hoffnung“

Tausende Lichter auf 60 Traktoren

Ahlen

Für die Zuschauer war es ein ans Herz gehendes Spektakel, als am Sonntag 60 weihnachtlich beleuchtete Trecker durch die Stadt und durch Dolberg zogen.

Von Peter Schniederjürgen

Ein beeindruckendes Bild ergab sich für den Drohnenpiloten, der das Sammeln der Traktoren auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz (gr. Foto) festhielt. Foto: privat

Tausende Lichter, illuminierte Christbäume, Musik und das alles auf über 60 Traktoren: Die rollten am Sonntagabend kreuz und quer durch die Stadt. Die Landwirte brachten so „einen Funken Hoffnung“ in den feucht trüb kalten Dezemberabend. Start war auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz. Mit Polizeibegleitung ging es gegen 17 Uhr los und bereits auf dem großen Platz zog die Traktorenparade etliche Menschen an.

Demo, die Spaß macht

„Das ist schon ein spektakulärer Anblick“, sagte einer der begleitenden Ordnungshüter. Zwar sei dieser Zug zunächst auch nur ein Demonstrationszug, also nichts Ungewöhnliches für die Beamten. „Doch der Grund ist endlich mal etwas sehr Schönes, das macht dann schon Spaß“, fasste er zusammen.

Stephan und Noah Baukmann fuhren mit und hatten viel Spaß dabei. Foto: Peter Schniederjürgen

Kreisweit waren rund sechs solcher Züge angemeldet. Die Polizei und die Landwirte arbeiten dabei eng zusammen. Ludger Schulze Horsel ist in Ahlen für die Sicherheit des Zuges verantwortlich. „Eine Sache ist es, für die richtige Höhe zu sorgen“, erklärte er. Denn es waren Unterführungen zu durchfahren die nur 3,40 hoch sind. „Da sollten wir schon auf die Frontlader achten“, schmunzelte Ludger Schulze Horsel.

Ein Funken Hoffnung Foto: Peter Schniederjürgen

Inzwischen machte sich Stephan Baukmann für den Start bereit. Mit dabei war Sohn Noah. „Wir haben schon etliche Stunden damit verbracht, die Maschinen aufzurüsten“, erzählte der Veranstaltungstechniker. Zahllose Meter Lichterketten und anderes leuchtendes Dekomaterial musste auf den Traktoren befestigt werden. „Und zwar so, dass sie auch Schlaglöcher an ihrem Platz überstehen“, zwinkerte Baukmann. Dann gab es das Startzeichen und die Traktoren rollten an – der große Moment für einen Drohnenpiloten. „Das ist eigentlich illegal hier zu fliegen, aber es sieht einfach zu toll aus“, schwärmte er. Aus der Luft sah der Treckerzug noch beeindruckender aus.

Zahllose Lichterketten schmückten die Zugmaschinen. Foto: Peter Schniederjürgen

Kolonne um Kolonne fuhren die riesigen Maschinen im Lichterglanz vom Platz. Zunächst die Ostbredenstraße entlang, später im großen Bogen über die Alte Beckumer Straße durch den Norden und den Westen und schließlich Süden bis nach Dolberg.

Mitorganisator Christian Leyer freute sich über das trotz des wirklich miesen Wetters gewaltige Publikumsinteresse. „Wir dürfen die Route ja erst kurz vor dem Start bekannt geben, toll wie schnell sich das rumgesprochen hat“, war der Landwirt begeistert über die zahlreichen Menschen, die rechts und links den Weg der Trecker säumten. Eben „ein Funken Hoffnung“ in trüben Tagen.

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