1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Team hat sich zum Neustart verstärkt

  8. >

Reparatur-Café beendet coronabedingte Pause

Team hat sich zum Neustart verstärkt

Ahlen

Die Tüftler des Reparatur-Cafés hatten schon mit den Hufen gescharrt. Jetzt dürfen sie endlich wieder helfen und basteln.

Von Ralf Steinhorst

In diesem Fall hakt es in einer Ballonleuchte. Ulli Weber, Hans Klose und Georg Schmülling (v.l.) schauen sich das genauer an. Foto: Ralf Steinhorst

Das Reparatur-Café im St. Vinzenz am Stadtpark hat am Freitag wieder seine Arbeit aufgenommen. Die Hobbytüftler waren seit Februar 2020 coronabedingt lahmgelegt. Die Freude bei ihnen war sehr groß, sie hatten quasi schon mit den Hufen gescharrt.

Das Reparatur-Café wird weiterhin von der Leitstelle „Älter werden in Ahlen“, dem Caritasverband des Dekanats Ahlen sowie dem Verein Anti-Rost Warendorf organisiert. Pandemiebeding noch nicht wieder dabei sind die Bewohner des St. Vinzenz, die sonst beim Kaffee- und Kuchenverkauf oder bei Reparaturen geholfen haben. „Es ist schön, dass die Tüftler wieder da sind, schade ist, dass unsere Bewohner noch nicht mitmachen können“, sieht Ansgar Wolbrink, Leiter der Tagesstruktur im St. Vinzenz, den Neustart mit einem lachenden und weinenden Auge. Kaffee für die Wartenden wird aber im Selbstbedienungsmodus angeboten. Kuchen darf es aus Hygienegründen noch nicht geben.

Läuft doch! Anne Althaus übernimmt im Reparatur-Café die Organisation und Verwaltungsarbeiten. Foto: Ralf Steinhorst

Die Pandemie hat auch die weitere Organisation etwas verändert. Damit es sich nicht drubbelt, ist eine vorherige telefonische Anmeldung erforderlich, in der dann im Viertelstundentakt Termine vergeben werden. „Wir können nur zwölf Personen über den Nachmittag hereinlassen“, bedauert Anne Althaus von der Leitstelle „Älter werden in Ahlen“, während sie die Namen der Besucherinnen und Besucher in eine Liste einträgt. Vor der Pandemie kamen in der Zeit von 15 bis 18 Uhr ohne Anmeldung circa 30 Leute, die etwas reparieren lassen wollten.

Die Bewohner des St. Vinzenz können an der Kaffeebar leider noch nicht bedienen. Dafür füllt Fachbereichsleiter Ansgar Wolbrink wieder auf. Foto: Ralf Steinhorst

„Das Team ist geblieben, es sind sogar zwei Ehrenamtliche dazugekommen“, ist Anne Althaus begeistert, dass alle Tüftler bei der Stange geblieben sind. Jetzt sind es 18. Begeistert sind auch die Helfer wie Hans Klose: „Wir freuen uns, dass es jetzt wieder losgeht.“ Es habe schließlich die ganze Zeit etwas gefehlt, wie Konrad Höschen ergänzt: „Es ist schön, die Kollegen wiederzusehen.“ Langeweile hatte Karin Arenberg, die an der Nähmaschine für Kleidungsreparaturen zuständig ist, in der Pandemiezeit nicht. Sie hat zuhause gewerkelt, die Menschen konnten ihre reparaturbedürftige Kleidung einmal im Monat am St. Vinzenz abgeben, die sie dann zu sich nach Hause holte: „Ich habe die Zeit gut überbrückt.“

Sehen die Hemdkragen nicht wieder wie neue aus? Karin Arenberg hat in den letzten Monaten Kleidung auch zuhause repariert und so die Zeit überbrückt. Foto: Ralf Steinhorst

Durch die Terminausfälle ist eine Warteliste entstanden, der nächste Termin ist nicht erst für Dezember angesetzt, sondern schon für den 12. November. „Da haben sich schon viele angemeldet, es sind nur noch zwei Plätze frei“, vermeldet Anne Althaus. Sie nimmt Anmeldungen unter 02382-5 97 43 oder E-Mail althausa@stadt.ahlen.de entgegen.

Startseite