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Alexander Berger zu Besuch im Innosozial-Sprachcamp

Theaterspiel stärkt das Selbstvertrauen

Ahlen

Wenn in Familien mit Migrationshintergrund in den Ferien wenig oder gar kein Deutsch gesprochen wird, gehen die Kenntnisse von Kindern schnell wieder verloren. Das Innosozial-Sprachcamp hilft – und das mit ganz spielerischen Mitteln.

Von Peter Schniederjürgen

Rund 40 Kinder nahmen am Sprachcamp von Innosozial teil. Bürgermeister Dr. Alexander Berger war Dienstag zu Besuch und brachte Eis mit. Foto: Peter Schniederjürgen

So viel Begeisterung lösen Kommunalpolitiker normalerweise nicht aus. Jubel begrüßte Bürgermeister Dr. Alexander Berger beim Besuch des zehnten Sprachcamps von Innosozial. Das war sicher auch der Tatsache geschuldet, dass das Stadtoberhaupt auch Eis für die Grundschulkinder im Camp mitgebracht hatte.

Der Bürgermeister informierte sich über die sprachlichen Fortschritte der jungen Ahlenerinnen und Ahlener, die die zweite bis vierte Klasse besuchen.

„Wir haben das Camp extra nah an das Ferienende gelegt“, erklärte Campleiterin Agnieszka Bednorz. Aus Erfahrung wissen die Veranstalter, dass in den Familien der rund 40 Kinder aus fast zehn Nationen fast immer die Herkunftssprache gesprochen wird. „Für die Kinder ist das so kurz vor der Schule fatal“, betonte Ergül Aydemir. Denn der sicher noch überschaubare Wortschatz der Kinder verliere über diese recht lange Zeit der Sommerferien sehr an Bestand.

Kontakt zu Grundschulen

Darum ist das Sprachcamp so wichtig. Hier bemühen sich Honorarkräfte und Innosozial-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gemeinsam mit den Kindern um den Erhalt des Erlernten und die Sprachförderung. „Dafür stehen wir in gutem Kontakt mit den Grundschulen, die uns auch die betreffenden Kinder anweisen“, so Leiterin Agnieszka Bednorz.

Am Vormittag werde intensiv, aber auch spielerisch an der Sprachverbesserung der Mädchen und Jungen gearbeitet. Zahlreiche Pausen auf dem Schulhof der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule am Stephansweg erleichtern die Konzentration dabei. Gegen Mittag gibt ein gemeinsames Mittagessen, dann geht es mit dem Aufbau und den Proben eines Theaterstücks weiter.

„Die Welt zu Gast in Ahlen“

Das Theaterstück bildet den Abschluss des diesjährigen Camps am Freitag, kündigte Ergül Aydemir an. Titel ist „Die Welt zu Gast in Ahlen“. Das Stück steht in enger Verbindung zur zurzeit laufenden Porträtausstellung „Museum der Menschheit“. Die Kinder fertigen dazu Requisiten, Bühnenbilder und Kostüme an. Begleitet werden sie von Theaterpädagogen. „Das macht etwas mit den Kids, wenn sie so auf der Bühne stehen, es ist unschätzbar für ihr Selbstvertrauen“, hob Agnieszka Bednorz hervor. Und dafür ist auch das Eis aus Bürgermeisterhand sehr förderlich.

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