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Städtisches Gymnasium verabschiedete Abiturientia

Thiemann: „Man muss die richtigen Fragen stellen“

Ahlen

Die Schulzeit am „Städtischen“ hat ein Ende: 90 Jugendliche bekamen am Wochenende ihr Abiturzeugnis überreicht. Motivierende Worte begleiteten sie.

Von und

Nach der Entlassfeier in der Aula trieb das Bilderbuchwetter alle Abiturientinnen und Abiturienten zur Entspannung nach draußen auf die Wersepromenade, Foto: Dierk Hartleb

Adieu sagten am Freitagnachmittag 90 Abiturientinnen und Abiturienten dem Städtischen Gymnasium. „Ihr verlasst jetzt die Traumfabrik Städtisches Gymnasium“, begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Dr. Anne Giebel die festlich gestimmte Gesellschaft in der Aula. Coronagerecht hatte die Schule die Abiturientia auf zwei Gruppen verteilt. Die Vertreter der Stadt hatten es ihr gleichgetan: Bürgermeister Dr. Alexander Berger hielt die erste, sein Stellvertreter Serhat Ulusoy die zweite Rede.

„Bildung ist mehr als das Auswendiglernen von Jahreszahlen“, stellte Direktor Meinolf Thiemann in seiner Rede fest. „Man muss die richtigen Fragen stellen“, gab er den ehemaligen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit auf den Weg. Thiemann attestierte ihnen, vor allem in der Pandemie Disziplin und Selbstdisziplin gezeigt zu haben. Zugleich forderte der Schulleiter sie auf, in ihrem künftigen Leben Bekennermut zu zeigen.

Für Freiheit einstehen

Ulusoy, der 1989 selbst sein Abitur am Städtischen abgelegt hatte, erinnerte in einer sehr persönlich gestalteten Rede an die Ereignisse jenes Jahres als Panzer die Proteste von Studierenden auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking niederwalzten und der friedlichen Revolution in der DDR. Er habe daraus den Schluss gezogen, wie wichtig es sei, immer und überall für die Freiheit einzustehen. „In jener Zeit habe ich verstanden, dass Demokratie Demokraten braucht und die Freiheit immer wieder aufs Neue erkämpft werden muss“, sagte Ulusoy wörtlich.

Die besten Absolventen Foto: Dierk Hartleb

Anschließend gratulierten Ralf Bauer für die Schulpflegschaft, Kirsten Winterkamp-Recker für den Förderverein und Amelie Kneisler als Schülersprecherin den nunmehr Ehemaligen. Aus der Hand der Letzteren gab es die ersten Urkunden für vorbildliches Engagement in der SV-Arbeit.

Für die weitere Reise in Studium oder Ausbildung packten Anne Giebel und Musiklehrer Peter Dermann einen Koffer mit allerlei nützlichem Gepäck. Nach der von viel Beifall begleiteten Übergabe der Reifezeugnisse zeichnete Frank Schniederjürgen als Vertreter der Abiturienten-Vereinigung AVA Hannah Pichol, Dominik Mateina und Nele Surmann als jeweils Jahrgangsbeste aus, zudem Julia Mentrup für ihr vorbildliches soziales Engagement. Um ihre Arbeit für die Schule fortzusetzen, benötige die AVA weiterhin Unterstützung.

Emotionale Abschiedsworte

Dass das Städtische auch eine Talentschmiede für Nachwuchsmusiker ist, bewiesen Laura Abramczyk, Julius Knaup, Luke Osnabrügge, Hannah Pichol, Pauline Recker, Nele Surmann und Cecile Stein, die erstklassige Beiträge lieferten. Emotional wurde es bei den Abschiedsworten von Laura Abramczyk und Julia Mentrup.

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