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Discjockeys entlang der Route heizen Stimmung an

Trotz Verspätung „voll im Soll“

Ein überdimensionaler Feuerspucker ließ am Rosenmontag die Besucher am Straßenrand aufblicken. Eine weitere Bilanz des Sessionshöhepunktes.

Alles im grünen Bereich bei den SGF-Senatoren, die auf dem Marienplatz kaum mit dem Stofftier-Werfen hinterherkommen. Foto: Christian Wolff

Eins vorweg: Die Lust auf ausgelassenen Karneval, aufs Feiern mit und ohne Kostüm und eben den Umzug ist an diesem Rosenmontag an nahezu jeder Straßenecke sicht- und spürbar. „Es sind deutlich mehr Menschen als beim letzten Umzug vor Corona auf den Beinen“, konstatiert Ingo Rütten, der gut gelaunt mit den Senatoren der Schwarz-Gelben-Funken unterwegs ist. Wenn auch mit Verspätung, denn wie alle anderen Beteiligten ist die Startzeit von 14 Uhr trotz pünktlicher Zusammenkunft auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz kaum zu halten. Am Ende hängt es – so die jecken Gerüchte entlang der Auffahrzone – an einem einzigen Ordner, der an irgendeinem Wagen fehlen sollte. Zwischenzeitlich meldet sich sogar der eine oder andere von den Wagenbesatzungen, um einzuspringen. „Das muss sich erst mal wieder einspielen nach so langer Pause“, entschuldigt sich Dirk Abendroth direkt im Namen derer, die es tatsächlich zu verantworten haben.

„Die Leute freuen sich doch und schauen nicht auf die Uhr“, beruhigt dann auch Andreas Lerley, Vorsitzender des Bürgerausschusses zur Förderung des Ahlener Karnevals (BAS). Das liegt auch an den vielen Discjockeys, die sich diesmal am Rande der Umzugsroute positioniert haben, um während der Warte- oder Leerlaufzeiten für Stimmung zu sorgen. „Hotspots“ hier: „Tor des Westens“ am Kunst-Museum und „Kerkmann-Platz“.

Omas und lustige Puppenspieler

Kleine und große Hingucker unter den Fahrzeugen: Drachen und Elfen – Bezug zum Sessionsmotto – mit bunten Kostümen, entweder als Beteiligte im Umzug oder als Deko-Staffage. Der SGF-Elferratswagen hat gleich einen überdimensionalen Feuerspucker erstellt. Die Große Garde des Ahlener Carnevals-Clubs (ACC) schickt seine „Omas“ oder „Lustige Puppenspieler“ auf Tour, Pütt-Pott-Ploug (PPP) setzt mit „Werseflotte“, „Bömmelkes“, Tanzgarde und Elferrat auf seine Tradition als älteste Ahlener KG und „Nett un oerndlik“ ist wie die „Neustädter“ und die „Kükengarde“ in Vor-Corona-Besetzung mit Wagen und Fußgruppen vertreten.

Nach entbehrungsreicher Corona-Zeit läuft auch Innosozial im Fußvolk mit, unter das sich auch Geschäftsführer Dietmar Zöller mischt. Den richtigem Bazillus hatte er sich beim interkulturellen Neujahrsempfang der KG „Freudenthal“ eingefangen, genauso wie Sozial- und Kulturdezernentin Stephanie Kosbab, die zum Gefolge von Präsident Jason Mondorf und Vize-Chefin Sandra Kreutz gehört – mit „besserer“ Hälfte. Das politisch schwarz-rote Ehepaar steht sinnbildlich für den Karneval, der zwar politisch, aber nie parteipolitisch ist.

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