Brand- und Friedensprozession

Überall auf der Welt „brennt“ es

Ahlen

Die traditionelle Brand- und Friedensprozession fand wetterbedingt am Sonntagmorgen nicht im Freien, sondern in der Marienkirche statt.

Friedemann Bieber

Nach der Eucharistiefeier stellten sich die Fahnenabordnungen mit Pfarrer Günter Gramatke und Messdienern zu einem Gruppenfoto vor der Kirche auf. Foto: Franz Börste

S eit mehr als dreihundert Jahren findet alljährlich Ende August, Anfang September die traditionelle Brand- und Friedensprozession statt. Sie erinnert an zwei Großbrände in Ahlen in den Jahren 1668 und 1744, wie Alfred Thiemann, Mitglied des Pfarrgemeinderates, am Sonntag berichtete. Sie sei durch einen Ratsbeschluss eingeführt und nach den verheerenden Weltkriegen durch die Friedensprozession ergänzt worden. Thiemann begrüßte auch die Vertreter der Stadt und des Rates sowie die Fahnenabordnungen der Feuerwehr, der KAB St. Elisabeth und des Malteser Hilfsdienstes. Wegen der unsicheren Wetterlage fand die sonst übliche Prozession durch die Innenstadt innerhalb der Kirche statt.

Sie begann mit der Eucharistiefeier in Konzelebration mit den Pfarrern Hubert Schöning und Günter Gramatke. In seiner Predigt erinnerte Gramatke an die Naturkraft des Feuers, dem der Mensch klein und ohnmächtig gegenüber stehe.

Vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York werde mit einer Inschrift auf einem Monument zwar gefordert, Frieden zu schaffen ohne Waffen und Pflugscharen statt Schwerter zu schmieden, doch sei dieser Wunsch und die Sehnsucht nach Frieden in der Welt noch nicht in Erfüllung gegangen. Die täglichen Berichte in den Medien sprächen ein beredtes Zeugnis über die weltweiten Krisen unserer Zeit und die Ohnmacht und Hilflosigkeit der Menschen gegenüber Hass und Terror in der gesamten Welt.

Am Sonntagabend waren die Christen von Ahlen zum ökumenischen Friedensgang auf das Plateau der Halde eingeladen, um ebenfalls der Sehnsucht nach Frieden in der ganzen Welt Ausdruck zu geben. (Bericht folgt.)

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