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Mehrfamilienhaus evakuiert

Zwei Bewohner durch Kohlenmonoxid schwer verletzt

Ahlen

Ein „normaler“ medizinischer Notfall erwies sich am späten Dienstagabend für die Bewohner eines Hauses an der Nordstraße als Glücksfall. Denn die Einsatzkräfte stellten austretendes Kohlenmonoxid im Haus fest.

Von Max Lametz

Ein Einsatz zu einem medizinischen Notfall rettete den Bewohnern des Hauses an der Nordstraße das Leben. Denn die Einsatzkräfte stellten austretendes Kohlenmonoxid fest. Foto: Max Lametz

Ein Rettungsdiensteinsatz entwickelte sich am Dienstagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Gegen 22.08 Uhr wurde der Rettungswagen der Wache Süd und das Notarzteinsatzfahrzeug der Hauptwache zur Nordstraße zu einem medizinischer Notfall gerufen. Beim Betreten des Hauses schlugen bereits die Warngeräte des Rettungsdienstes Alarm und meldeten eine erhöhte Konzentration an Kohlenmonoxid in der Luft. Daraufhin wurden hauptamtliche Kräfte alarmiert die ebenfalls die hohe Konzentration des geruchlosen Gases feststellten.

17 Menschen gemeldet

Da in dem Wohnhaus laut Polizei 17 Menschen gemeldet waren, erhöhte die Ahlener Einsatzzentrale den Alarm, weitere 25 Einsatzkräfte wurden angefordert, drei weitere Rettungswagen aus Ahlen, Drensteinfurt und Beckum trafen kurze Zeit später ein.

Aus einem Rettungsdiensteinsatz wurde ein Großeinsatz. Foto: Max Lametz

Die Feuerwehr evakuierte das gesamte Gebäude. Nach Sichtung durch den Rettungsdienst wurden die zwei Bewohner, die sich in der Erdgeschosswohnung befunden hatten, sofort notärztlich behandelt. Sie hatten bereits so viel Kohlenmonoxid aufgenommen, dass sie als schwer verletzt galten. Die weiteren elf Bewohner hatten Glück im Unglück. Die Feuerwehr ging mit einem Trupp unter Atemschutz zur Ursachenforschung in die betroffene Wohnung. Schnell wurden sie fündig: Grund für den Kohlenmonoxidaustritt war ein Kohleofen, der überfüllt worden war. Somit konnten die Abgase nicht mehr durch den Schornstein abgeführt werden. Ein hinzugezogener Schornsteinfeger begutachtete die Schadensstelle und bestätigte die Ursache.

Nachdem alle Wohnungen mittels Hochleistungslüftern belüftet worden und „freigemessen“ waren, konnten die restlichen Bewohner zurück in ihre Wohnungen.

Patienten in Spezialklinik

Die beiden lebensgefährlich verletzten Menschen wurden mit zwei Rettungswagen in eine Spezialklinik transportiert. Dort werden sie für eine bestimmte Zeit in einer Druckkammer behandelt, wodurch das Blut wieder ausreichend mit Sauerstoff gesättigt wird.

Der Feuerwehreinsatz zog sich bis Mitternacht.

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