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Tannen-Taxi-Spende ans Mammut-Tierheim

Und Futter gibt‘s noch obendrauf

Tönnishäuschen

Kundinnen und Kunden des Tannen-Taxis ließen sich auch in der jüngsten Weihnachtszeit nicht lumpen – und griffen gerne ins Portemonnaie zum Wohl der Tiere.

-maf-

Die Katzenpflegerinnen Natascha Hellmann und Laura Niemietz sowie Tierheimleiterin Marion Herzog (v.l.) freuen sich über die Spende der Kunden von Marco und Christian Vanzetta Foto: Martin Feldhaus

„Wahnsinn, das hätte ich nicht gedacht.“ So fiel die positiv-überraschte Reaktion von Marion Herzog, Leiterin des Mammut-Tierheims, beim Besuch von Marco und Christian Vanzetta am Dienstag aus. Groß war die Freude darüber, dass die in Ahlen bekannten Weihnachtsbaumverkäufer eine Spende in Höhe von 1800 Euro im Gepäck hatten. Dieser stattliche Betrag kam zusammen, weil das Tannen-Taxi der Familie Vanzetta auch in diesem Jahr wieder für den guten Zweck Nordmänner, Fichten und Edeltannen direkt ins Wohnzimmer vieler Kunden transportiert hatte: Das für ihren Lieferservice erhobene Fahrgeld von mindestens zwei Euro leiteten die Vanzettas nun wie versprochen an die Einrichtung in Tönnishäuschen weiter.

Freude über Großzügigkeit

„Wir freuen uns noch immer über die Großzügigkeit der Ahlener“, betonten sie. So hätten viele Käufer auch einen deutlich höheren Betrag in die Spendenbox geworfen oder sogar Geld fürs Tierwohl gegeben, obwohl sie das Tannen-Taxi gar nicht in Anspruch nahmen. Darunter auch viele Leserinnen und Leser unserer Zeitung, die sich nach der Berichterstattung auf den Weg zum Verkaufsstand an der Ecke Hammer Straße/Hövener Ort gemacht hatten. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass der Spendenbetrag aus dem Vorjahr trotz Inflation und Energiekrise um 200 Euro übertroffen wurde. Besonders beeindruckte dabei Gudrun Müseler, die bei der Anlieferung ihres Weihnachtsbaums eine sehr großzügige Sachspende übergab – einschließlich größerer Mengen selbst hergestellten hochwertigen Hundefutters.

Telefon steht nicht still

Eine Finanzspritze, die das sehr volle Mammut-Tierheim mehr als gut gebrauchen kann. „Das Telefon steht im Moment nicht still“, schilderte Marion Herzog, dass sich derzeit die Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern häufen, die ihre Tiere abgeben wollen. Doch nicht nur das: Viele der Abgabetiere seien überdies krank, so dass entsprechende Tierarztkosten anfielen.

Zusammen mit gestiegenen Lohnkosten und der hohen Inflation ein Umstand, der das Mammut-Tierheim in eine prekäre Situation bringt. „Wir sind gerade besonders dringend auf Unterstützung angewiesen“, gibt die Tierheimleiterin offen zu – und hofft, dass sich noch weitere Menschen oder Unternehmen so stark fürs Tierwohl einsetzen wie die Kunden des Tannen-Taxis.

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