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Henning Rehbaum beim Aufklärungsbataillon 7

Unterstützung der Soldaten in der Pandemie ist „Gold wert“

Ahlen

Ein Blick in die Auftragsbücher des Aufklärungsbataillons 7 warf der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum zusammen mit Oberleutnant Christoph Linnenbaum. Dort standen nicht nur Auslandseinsätze, sondern auch die Unterstützung der Gesundheitsämter, Impfzentren und Pflegeeinrichtungen inmitten der Pandemie.

-chw-

Oberstleutnant Christoph Linnenbaum (l.) und der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum vor dem Wappen des Aufklärungsbataillons in Foto: Felix Sieracki

Mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Rehbaum kam in diesen Tagen ein „alter Bekannter“ in die „Westfalen-Kaserne“. Schon während seiner zurückliegenden Zeit als Landtagsabgeordneter hatte Rehbaum regelmäßig die Verbindung zu den Soldaten des Aufklärungsbataillon 7 und des vorherigen Sanitätsregiments 22 gehalten.

Nach einem ersten Kennenlernen informierte Oberstleutnant Christoph Linnenbaum, der seit zwei Monaten Kommandeur der Ahlener Aufklärer ist, den Abgeordneten aus Albersloh zunächst über die aktuelle Situation sowie die Auftragslage des Bataillons. „2021 war ein anstrengendes Jahr für unsere Soldaten“, sagte er. „Neben unserem Kerngeschäft, der Ausbildung unserer Kompanien für die Landes- und Bündnisverteidigung, hatten wir zu Spitzenzeiten über 200 Soldaten als ,Helfende Hände‘ in der Corona-Amtshilfe im Einsatz“, blickte Linnenbaum auf die vergangenen Monate zurück.

Henning Rehbaum: „Die Unterstützung der Soldaten beim Impfen, Testen und der Kontaktverfolgung ist Gold wert – ebenso wie ihre Kernaufgabe, der Verteidigung von Frieden und Freiheit.“ Erst vor wenigen Wochen endete der letzte Einsatz.

Unterstützungsbedarf nimmt wieder zu

Jetzt, mitten in der vierten Welle der Pandemie nehme der Unterstützungsbedarf jedoch wieder kräftig zu. „Wir werden erneut rund 100 Soldaten für die Unterstützung der Gesundheitsämter, Impfzentren und Pflegeeinrichtungen abstellen“, berichtet der Bataillonskommandeur. Im Schwerpunkt stehen dabei Einrichtungen in Ennigerloh, Coesfeld, Hamm, aber auch im Hochsauerlandkreis und im Ruhrgebiet. In den kommenden Jahren stehen vor allem Auslandseinsätze im Auftragsbuch des Bataillons. Im zweiten Halbjahr 2022 wird eine Aufklärungseinheit als Teil der NATO-Mission „Enhanced Forward Presence“ in das Baltikum verlegt.

Darüber stehen 2022 und 2023 Einsätze im Kosovo und in Nordmali auf dem Programm. Auch hier werde es darum gehen, als „Augen und Ohren der Einsatzkontingente“ ein aktuelles und möglichst zutreffendes Lagebild zu erzeugen, so Linnenbaum. Nach diesem Blick in die Auftragsbücher nutzte der Politiker, der selbst seinen zwölfmonatigen Wehrdienst in der Westfalen-Kaserne geleistet hat, seinen Besuch für ein klares Bekenntnis zur Bundeswehr: „Die Bedeutung der Bundeswehr als Parlamentsarmee wird immer sichtbarer, wenn ein Standort und seine Soldaten vor Ort zum Alltag gehören. Das ist gut und es erinnert uns an das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform.“ Darüber hinaus betonte der Besucher „die besondere Bedeutung der Kaserne für Ahlen und die ganze Region“. „Sie ist aufgrund der vielen dort tätigen Soldaten seit jeher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagte Henning Rehbaum, der bislang Sprecher des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Landesplanung war. Er will weiter im engen Austausch bleiben.

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