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Ahlener Ortsschild lässt in Mali Heimatgefühle aufkommen

Unterwegs in gefährlicher Mission

Ahlen

Mit Ortsschildern aus Ahlen und Vorhelm kommen bei den Soldaten in den Auslandseinsätzen in Mali und im Kosovo Heimatgefühle auf.

Zwischen der Übergabe des Ortsschildes an Oberstleutnant Timo Gadow in Ahlen und seiner Ankunft in Mali liegen zwei Monate – und ein Anschlag, bei dem zwölf deutsche Soldaten verwundet wurden. Foto: Bundeswehr / Stadt Ahlen

Eine zuversichtlich machende Botschaft hat jetzt Bürgermeister Dr. Alexander Berger aus dem UN-Feldlager in Gao erreicht. „Stellvertretend darf ich Ihnen vom gesamten Ahlener Zug unseren Dank aussprechen. Gerade in der jetzigen Zeit ist es umso schöner, Heimatgefühle entstehen zu lassen“, bedankt sich Hauptfeldwebel Andreas Possmann im Namen seiner Kameraden für einen Gruß aus der Heimatgarnison.

Stadtoberhaupt demonstriert Verbundenheit

Bereits vor dem Anschlag auf deutsche Soldaten, bei dem Ende Juni im westafrikanischen Mali auch zwei Soldaten aus der Ahlener „Westfalen-Kaserne“ verletzt worden waren (unsere Zeitung berichtete), überreichte Bürgermeister Berger ein Ahlener Ortsschild an den Kommandeur des Aufklärungsbataillons 7, Oberstleutnant Timo Gadow. „Senden Sie es als Zeichen der Verbundenheit Ihren Soldaten in den Einsatz“, gab das Stadtoberhaupt seine besten Wünsche mit auf den Weg nach Afrika.

Zwischen der Übergabe des Schildes in Ahlen und seiner Ankunft in Mali kam es zu dem folgenschweren Attentat auf Bundeswehrangehörige: Am 25. Juni wurden gegen 8.30 Uhr deutsche Soldaten rund 180 Kilometer nördlich von Gao durch einen Selbstmordanschlag mit einem improvisierten, fahrzeuggestützten Sprengsatz angegriffen. Dabei wurden zwölf deutsche Soldaten verwundet, drei von ihnen schwer. Ein weiterer UN-Soldat aus Belgien wurde ebenfalls verwundet. Die Soldaten wurden umgehend medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung nach Deutschland ausgeflogen.

Das Vorhelmer Ortsschild im Kosovo. Foto: Bundeswehr

Mit großer Besorgnis hatte der Bürgermeister auf die Nachricht reagiert und unmittelbar nach ihrem Bekanntwerden zu Kommandeur Gadow Kontakt aufgenommen. „Der Vorfall zeigte, dass deutsche Auslandseinsätze alles andere als Routine sind. Unsere Soldaten verdienen den solidarischen Rückhalt der ganzen Gesellschaft“, dankt Berger den Männern und Frauen für ihr Engagement. Der in der Ahlener „Westfalen-Kaserne“ stationierte Verband unterstützt aktuell das „Minusma“-Kontingent der Vereinten Nationen.

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