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Übungseinsatz der Feuerwehr

Vermisstensuche in „Rathaus-Katakomben“

Ahlen

Blaulicht vor dem Rathaus! Die Präsenz der Feuerwehr zog am Mittwochabend so einige interessierte Blicke und besorgte Nachfragen nach sich. Aber: Alles nur eine Übung.

Einsatz im Rathaus: Sieht aus wie ein Keller, ist aber ein dunkler Teilbereich des siebten Obergeschosses, aus dem bei der Feuerwehrübung ein „Verletzter“ gerettet werden musste. Foto: Christian Wolff

Beim Thema Rathaus wird der Ahlener immer hellhörig. Wenn dann auch noch – wie am Mittwochabend – Blaulicht vor dem Paradebau flimmert, ist die Aufmerksamkeit erst recht groß. In diesem Fall handelte es sich jedoch um eine Übung der Ahlener Feuerwehr-Hauptwache.

Das fiktive Einsatzgeschehen: Bei den ersten Rückbauarbeiten im siebten Obergeschoss entstand ein Brand, bei dem ein Handwerker verletzte wurde. Unter den kritischen Augen des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr, Christoph Faust, sowie des Zugführers Jens Schüsseler wurden der Brand und die Menschrettung souverän vom Löschzug unter der Leitung des stellvertretenden Zugführers Johannes Ewers gemeistert.

Depot angelegt

Nach Auslösung der Brandmeldeanlage und Feststellung, dass das Schadensereignis im obersten Geschoss seinen Ausgang nahm, wurde in den darunterliegenden Etagen ein sogenanntes Depot angelegt. „Dort sammeln sich die Einsatzkräfte, um dann unter Atemschutz in die betroffene Etage vorzugehen“, erläuterte Jens Schüsseler.

Das Löschwasser wurde über die festverbaute Steigleitung ins „Siebte“ befördert und von dort mit den entsprechenden Gerätschaften entnommen.

Übungsbesprechung vor dem Rathaus Foto: Christian Wolff

„Obwohl wir ganz oben sind, sieht das hier schon aus wie in Katakomben“, hielt einer der beteiligten Feuerwehrleute fest. Denn in der besagten Etage gibt es so einige dunkle Ecken und Gänge. Nach einer kurzen Orientierung gelang es den Einsatzkräften des ersten Trupps unter Atemschutz, den „Verletzen“ zu entdecken und zur ersten Versorgung ins Depot und danach ins Krankenhaus zu transportieren. Mit Unterstützung des zweiten Trupps konnte dann die Brandbekämpfung vorgenommen werden.

Rund 45 min nach dem Eintreffen der ersten Kräfte war die Übung beendet – und es folgte eine ausgiebige Nachbesprechung.

Zwei wichtige Pluspunkte

Das Fazit der Beobachter: „Es muss noch etwas an den Ecken und Kanten der Kameraden geschliffen werden“, konstatierte Christoph Faust. Aber: „Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr gelang die fiktive Menschenrettung und es konnte die volle Funktionalität des Rathauses aufrechterhalten werden. Im Ernstfall die beiden wichtigsten Pluspunkte.“

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