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Oberfeldarzt im Ruhestand

Veteranenabzeichen für Uwe Sadlowski

Ahlen

Oberfeldarzt Uwe Sadlowski geht in den Ruhestand. Anlass, auf ein bewegtes Berufsleben zurückzublicken.

Von Peter Schniederjürgen

Oberfeldarzt Uwe Sadlowski (l.) wurde von Oberstarzt Rupert Sautter verabschiedet. Foto: Peter Schniederjürgen

Aller guten Dinge sind drei: „Sie werden heute zum dritten Mal aus der Bundeswehr entlassen“, verabschiedete Oberstarzt Rupert Sautter, Kommandeur des Sanitätsunterstützungszentrum Augustdorfs, den Kommandeur des Ahlener Sanitätsversorgungszentrums in der Westfalen-Kaserne, Oberfeldarzt Uwe Sadlowski, am Dienstagmittag. Zahlreiche Gäste kamen zu der Abschiedsfeier des beliebten Offiziers. Und der hat seine maximalen 25 Jahre Verpflichtungszeit für Zeitsoldaten buchstäblich bis zum letzten Moment ausgekostet.

„Darum entlasse ich Sie nun in den vorläufigen Ruhestand, doch Sie bleiben der Bundeswehr als Reservist noch erhalten“, hob Rupert Sautter hervor. Er übergab dem scheidenden Kameraden die Entlassungsurkunde und das Veteranenabzeichen. Dazu gab er einen Überblick über die Laufbahn von Oberfeldarzt Uwe Sadlowski.

Medizinstudium in Münster

„Nach dem Abitur haben Sie sich auf vier Jahre verpflichtet“, so der Kommandeur. Seine erste Dienstzeit habe der Neu-Ruheständler als Sanitätsunteroffizier in Stade beendet. Es folgte ein achtjähriges Medizinstudium in Münster. Dabei waren Uwe Sadlowskis Tätigkeiten auf die Finanzierung des Studium ausgerichtet. „Als Kranken- oder OP-Pfleger, als Lkw-Fahrer und auch immer wieder mit Wehrübungen“, erinnerte der Oberstarzt an die Stationen. Es folgte 1992 eine zwölfjährige Verpflichtung als Stabsarzt bei der Bundeswehr. Uwe Sadlowski wurde Truppenarzt bei der Artillerie in Dülmen, später Leiter des San-Bereichs dort und schließlich Standortarzt für den Bereich Dülmen. Weiterbildungen im Bundeswehrkrankenhaus in Hamm führten ihn wieder auf den vorherigen Posten zurück. Es folgte eine Verwendung als Kompaniechef im Kosovo-Einsatz und ein Einsatz als Standortarzt in Münster. Dann stand die zweite Entlassung an.

Nach einem Zwischenspiel als Betriebsarzt zog es Sadlowski 2014 erneut in die Truppe. Mittlerweile als Facharzt für Allgemeinmedizin weitergebildet, übernahm er Anfang 2015 das SanVersZentr der Westfalen-Kaserne. Damit hatte sich der Zeitsoldat für die verbleibenden noch acht möglichen Dienstjahre verpflichtet. Die endeten Dienstag.

Oberfeldarzt Uwe Sadlowski freute sich über zahlreiche Gäste in der Kaserne. Foto: Peter Schniederjürgen

„Ich verabschiede mich mit dem Heinz-Rühmann- alias Pater-Brown-Filmtitel ‚Er kann‘s nicht lassen‘, denn ich bleibe weiterhin in der Reserve aktiv“, betonte der angehende Pensionär. Anschließend trafen sich die Kameradinnen und Kameraden, Ehrengäste und Weggefährten im Hof des Versorgungszentrums zu einer Feier. Die Nachfolge in Leitung des Versorgungszentrums übernimmt Oberfeldarzt Uwe Hemmerich.

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