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30 Kinder- und Babybetten für Flüchtlinge gespendet

Viele wollten schnell helfen

Ahlen

30 Kinder- und Babybetten für Ukraine-Flüchtlinge auf einen Spendenaufruf: Die Hilfsbereitschaft hat Erwartungen übertroffen. Aktuell ist der Bedarf in Ahlen mehr als gedeckt.

Von Ulrich Gösmann

Kinder- und Babybetten in vielen Größen und Farben, dazu noch ein roter Laufstall. Die Hilfsbereitschaft habe die Erwartungen übertroffen, finden Lisa-Marie Rammler und Jürgen Koch. Foto: Ulrich Gösmann

Jürgen Koch spricht auch heute noch von „Wahnsinn“. Die Autoschlange habe oben vom Burbecksort bis runter zur Garage gestanden. Sie alle wollten schnell helfen.

Inzwischen ist es ruhiger geworden am Juk-Haus, das unmittelbar nach Ausbruch des Ukraine-Krieges Zielort eines Zeitungsaufrufs war, um Kinder- und Babybetten vorbeizubringen. Lisa-Marie Rammler, Gruppenleiterin Jugendförderung bei der Stadt Ahlen, ist es recht. Der Bedarf sei aktuell mehr als gedeckt. 30 Kinderbetten seien gespendet worden, teils sogar neuwertig. Aber auch Reisebetten und Kindersitze fürs Auto. Darüber hinaus Matratzen, Schlafsachen, Bettwäsche und natürlich Kuscheltiere. An einem hängt sogar noch das Verkaufsschild als Beweis, im Neuzustand zu sein.

Jürgen Koch, Hausmeister

Jürgen Koch, Hausmeister und gute Seele des Juk-Hauses, erlebte Ahlener, die sofort helfen wollten. „Die ersten Betten waren früher hier als die ersten Flüchtlinge.“ Ein einzelner Zeitungsartikel habe richtig was in Gang gesetzt. Und lieferte viele persönliche Einzelgeschichten, die an so manchem Kinder- und auch Babybett haften. Sich von diesen Erinnerungsstücken zu trennen, schien plötzlich leichter, als jetzt nichts zu tun. Koch hätte einiges zu erzählen. Er hörte zu.

Ein Großteil der Sachspenden hat seine Adressaten längst erreicht. Sei es in der Notunterkunft in der ehemaligen Mammutschule oder in den privaten Wohnungen, die jetzt nach und nach für Ukraine-Flüchtlinge hergerichtet werden. Fehlt ein Kinderbett – die städtischen Bediensteten wissen um das ukrainische Bettenlager in den Garagen des Juk-Hauses.

Lisa-marie Rammler

„Stadt und Bürger haben gut zusammengearbeitet. Die Flüchtlinge sind sehr dankbar“, bilanziert Lisa-Marie Rammler. Und sollte wirklich etwas dabei sein, was nicht gebraucht werde, es werde an soziale Einrichtungen in Ahlen weitergeleitet. Sicher sei: „Alles findet Verwendung. Es wird nichts weggeworfen.“

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