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Vielfältige kleine Weihnachtswelt

Gäste kommen mit 2G-Regel im Heimatmuseum gut klar

Ahlen

Die Stadt hat‘s gewagt und den Weihnachtsmarkt am und im Heimatmuseum stattfinden lassen. Zur großen Freude der Gäste, die sich dank der 2G-Kontrollen durchaus sicher fühlten.

Von Martin Feldhaus

Die Kontrolle der 2G-Regelung am Eingang übernahmen Kati Peterleweling (M.) und Gaby Moser-Olthoff Foto: Martin Feldhaus

Ein Weihnachtsmarkt mitten in der Corona-Pandemie? Kann man das wagen? Kann man, finden die Besucherinnen und Besucher, die es am Wochenende zur achten Auflage der beliebten Veranstaltung rund um das Heimatmuseum zieht, wo sie weihnachtliches Ambiente erleben und spüren. Allerdings nur, wenn sie geimpft oder genesen sind: Es gilt die 2G-Regel.

Abstände und Maskenpflicht

Ein Sicherheitskonzept, dass Aussteller und Besucher überzeugt. „Das ist der richtige Weg“, findet etwa Wolfgang Hinsel. Deshalb sei er zum Heimatmuseum gekommen. „Man kann ja die Abstände einhalten und auch ein bisschen darauf achten, wie voll es gerade ist“, ergänzt seine Frau Raphaela. Drinnen gilt zudem Maskenpflicht: „Das kann man schon machen“, meint Svenja Naeve, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern Ausschau nach schönen Gegenständen hält. „Ein bisschen Weihnachten muss auch sein“, ist sie überzeugt. Nach dem „Einchecken“ via CovPass-App direkt am Eingang geht es für das Quartett los in die vielfältige kleine Weihnachtswelt.

Raphaela und Wolfgang Hinsel fühlen sich mit der 2G-Regelung sicher. Foto: Martin Feldhaus

Auf zwei Etagen warten insgesamt 13 Aussteller mit einem bunten, teils glitzernden Angebot. Weihnachtspyramiden, Selbstgenähtes, Aquarelle, Keramik, Schnitzereien und mehr ziehen die Blicke auf sich und sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.

„Wir konnten sogar vier neue Aussteller gewinnen“, freut sich Kati Peterleweling von der Kulturverwaltung darüber, trotz der aktuellen Situation ein attraktives Angebot bieten zu können. Ein Flair, das viele Ahlenerinnen und Ahlener offensichtlich vergangenes Jahr sehr vermisst haben. Denn ab der Eröffnung am Samstag ist der Markt durchgehend gut besucht.

Faire Weihnachtsgeschenke gab es bei Karla Grawinkel am Weltladen-Stand. Foto: Martin Feldhaus

Dementsprechend zufrieden zeigt man sich hinter den Ständen. „Die Menschen wollen raus und etwas sehen“, hat etwa Mechthild Naber festgestellt. Auf dem Tisch vor ihr finden sich zahlreiche Dekoobjekte für die Weihnachtszeit. Das Angebot reicht von größeren Holzschnitzereien bis hin zu kleinen Präsenten. „Ich bin sehr zufrieden“, freut sich Mechthild Naber über die gute Resonanz. Am beliebtesten sind bei ihr, passend zur aktuellen Lage, kleine Schutzengel, die sie zusammen mit ihren Enkelkindern zusammengesetzt hat.

Svenja Naeve begrüßte das Konzept. Foto: Martin Feldhaus

Nebenan hat Sabrina Zimmermann ihren Stand, an dem es kleine handgemachte Artikel etwa für eine Kinderküche oder den Kaufladen gibt. „Ich gehöre bei diesem Weihnachtsmarkt fast schon zum Inventar“, sagt die Grundschullehrerin, die zum fünften Mal ihre liebevoll angefertigten Arbeiten anbietet. „Für mich startet die Weihnachtszeit immer hier im Heimatmuseum“, betont sie und richtet ein großes Lob an die Organisatoren. Die Veranstaltung sei „super organisiert“, der Informationsaustausch zwischen Stadt, Ausstellern und Organisatoren im Vorfeld hervorragend gewesen.

Einen künstlerisch-literarischen Gemeinschaftsstand bildeten v.l. Martin Hatscher, Mechthild Massin, Dorothee Lotsch aus Penzberg und Barbara Pawlowski. Foto: Martin Feldhaus

Der kleine feine Weihnachtsmarkt unter 2G-Bedingungen sorgt im Obergeschoss sogar bei einer Ausstellerin für leuchtende Augen. Am Gemeinschaftsstand von Martin Hatscher, Friedrich Kreuzberg, Barbara Pawlowski und dem Anno-Verlag bietet auch Dorothee Lotsch aus Ahlens Partnerstadt Penzberg ihren selbst hergestellten Perlenschmuck an. „Ich bin unglaublich dankbar, die Feststimmung hier miterleben zu dürfen“, sagt sie und zeigt sich begeistert vom Angebot der anderen Aussteller. Diese böten sehr viele „liebevolle und handgemachte Artikel“ an – auch Dinge, die man in Bayern nicht unbedingt finde. Bayerischer Schmuck neben Büchern über Ahlen: „Das ist gelebte Städtepartnerschaft“, unterstreicht Mechthild Massin.

Mit Liebe geschnitzte Engelsfiguren aus Holz bot Jürgen Tewes an. Foto: Martin Feldhaus

Während es viele Gäste in nach innen zieht, gibt es auch jene, die nur kurz an den Hütten auf dem Vorplatz vorbeischauen, wo gemeinnützige Ahlener Vereine präsent sind. Am Stand des Fördervereins Diakonie bei Heinz Aden und Maurice Schröder duftet es nach frischen Waffeln und zum Kaffee oder Kinderpunsch gibt es selbst gebackene Kekse. Alles gegen Spende.

Herkunftsländer schwer von Pandemie getroffen

Nebenan bietet der Weltladen fair gehandelte Produkte, darunter auch zahlreiche Weihnachtsgeschenke an. „Die Herkunftsländer sind von der Pandemie oft besonders hart betroffen“, verdeutlicht Karla Grawinkel und verweist auf Schließungen von Produktionsstätten in Staaten wie Indien oder Nepal. Von daher sei man froh, diese Produkte anbieten zu können.

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