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Klare Impferfolge im Corona-Update

Vierte Welle bisher nur „ein kleiner Schwapps“

Ahlen

Die 10- bis 14-Jährigen sind aktuell die am meisten Infizierten in Ahlen. Zum Jahresanfang waren es noch die älteren Jahrgänge. Weitere interessante Details gab‘s beim Corona-Update im Stadtrat.

Von Ulrich Gösmann

Die Hinweistafeln am Markt sollten noch im Laufe des Freitags abmontiert werden. Foto: Ulrich Gösmann

Viel zu sehen ist nicht mehr von der letzten Säule in leuchtendem Orange, die zum Jahresanfang noch alle anderen Diagramm-Balken überragte und die älteren Jahrgänge markierte. Ein halbes Jahr später schießen die vorderen in die Höhe. „Die 10- bis 14-Jährigen sind aktuell die am meisten Infizierten“, informierte Gabriele Hoffmann, Leiterin der städtischen Rechts- und Ordnungsabteilung, am Donnerstagabend in ihrem Corona-Update den Stadtrat – und machte Hoffnung: Glücklicherweise könnte dem Infektionsschwerpunkt in dieser Altersgruppe jetzt auch mit Impfungen entgegengewirkt werden.

Blick auf das Infektionsgeschehen im dritten Quartal. Foto: Grafik: Stadt Ahlen

„Wie sieht die für den Herbst vorausgesagte vierte Welle aus?“ Ihrer Frage schickte die Rechtsdirektorin die Antwort gleich hinterher: „Die Welle ist noch ein kleiner Schwapps.“ Dass just am Donnerstag die Ahlener Inzidenz wieder über die 100er-Marke ging, erklärte sie mit „12 bis 14 Personen in einem Betrieb“. Räumlich verteile sich das aktuelle Infektionsgeschehen ausgeglichen über das Stadtgebiet.

Blick auf das Infektionsgeschehen im ersten Quartal. Foto: Grafik: Stadt Ahlen

Seit Jahresanfang verhängte die Ordnungsabteilung 898 Buß- und 730 Verwarngelder, mit denen Verstöße gegen Corona-Schutzbestimmungen geahndet wurden. Sie summieren sich auf 226 000 Euro. Nur verhängt oder auch eingetrieben, wollte Matthias Bußmann (BMA) wissen. Hoffmann reagierte: „Verhängt. Was wir davon eintreiben können, wird sich noch zeigen.“ Und auch das: „Wir sind stark unterwegs. Manche sind aber noch immer unbelehrbar.“

Gabriele Hoffmann

Blick auf die Grafiken des Kreises: „Die Arztpraxen haben bei den Impfungen aufgeholt“, sagte Hoffmann. Das Impfzentrum sei auf den zweiten Platz gerutscht, gefolgt von den mobilen Impfteams. Auch wenn Ennigerloh jetzt seinen Betrieb einstelle, werde es weiterhin mobile Impfangebote geben, die dann anders hießen. Für den Kreis Warendorf lag Gabriele Hoffmann eine Impfquote von 65,11 vor. Die Altersgruppe der unter Zwölfjährigen herausgezogen, die bisher noch nicht geimpft wurde, liege der Wert bei 73,62 Prozent. Bürgermeister Dr. Alexander Berger schickte einen ganz aktuellen Wert aus dem Kreishaus hinterher, der inzwischen bei 79 Prozent liege. Die kreisweiten Hospitalisierungsdaten versah Hoffmann mit dem Hinweis, dass ihr keine Informationen vorlägen, dass es gerade im Ahlener Krankenhaus Probleme gebe.

Maskentragen dringend empfohlen

Mit Inkrafttreten der neuen Corona-Landesverordnung sind zum 1. Oktober weitere Lockerungen verbunden. Dort, wo im Freien bisher eine Maskenpflicht galt, steht jetzt nur noch eine Maskenempfehlung. Das tangiert die Kirmes, die am Freitagnachmittag startete und den Wochenmarkt am Samstag. Hinweistafeln, die am Freitagmorgen noch zum Tragen der Schutzmaske während des Wochenmarktes aufforderten, sollten im Laufe des Tages abmontiert werden. Gabriele Hoffmann formuliert eine dringende Empfehlung aus dem Rathaus, die Maske doch bitte weiter zu tragen, wenn es eng werde.

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass nach der Kirmes auch der „Ahlener Advent“ stattfinden könne.

Teststelle macht länger

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