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„Rausschmissfest“ der Kita Villa Regine

Vögel fliegen aus – das Haus bleibt

Ahlen

In diesen Tagen nehmen zahlreiche Kinder Abschied aus den Kitas. Das Schulleben steht vor der Tür. In der Villa Regine wurden die Mädchen und Jungen auf lustige Weise regelrecht rausgeschmissen.

Von Martin Feldhaus

Die zukünftigen Schulkinder haben sich von der Villa Regine verabschiedet. Foto: Martin Feldhaus

Die eine oder andere Träne? War einfach nicht aufzuhalten. Wenn die Kindergartenzeit endet, ist das eine echte Zäsur und sehr emotional. So auch am Samstag, als 14 kommende Schulkinder und ihre Eltern und Erzieher ein „Rausschmissfest“ im Kindergarten Villa Regine feierten. So wie in diesen Tagen in vielen Kitas die Mädchen und Jungen feierlich ins Schulleben entlassen werden.

„Mir fällt das heute sehr schwer, denn ich hänge an der Einrichtung und habe mich hier immer wohl gefühlt“, betonte Jenny Schröer, die die vergangenen Jahre Revue passieren ließ. „Ihr habt gezeigt, was Engagement und Liebe zum Beruf heißen“, sendete sie ein dickes Lob an das gesamte Regine-Team. Nun seien die Kinder bereit für die „spannende Welt der Schule“.

Dicke Träne im Knopfloch

Dafür hat im letzten Jahr maßgeblich das „Vorschultrio“ der Caritas-Kita um Kerstin Mathis, Yonca Stiemer und Heike Laumeier gesorgt. „Das ist heute ein toller Tag, aber mit einer dicken Träne im Knopfloch“, machte Kerstin Mathis deutlich, dass auch ihr der Abschied nicht leichtfällt. Schließlich seien die Kinder irgendwo „wie Familie“. Im Fokus stand im Rahmen der Schulvorbereitung unter anderem ein umfangreiches Sprachprojekt („Wuppi“), bei dem sogar Hausaufgaben zu erledigen waren. Zudem schulten die Erzieherinnen Kompetenzen wie Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke. Dass das von Erfolg gekrönt war, zeigten die Kinder eindrucksvoll, als sie vor ihren Eltern die Geschichte „Der Ernst des Lebens“ aufführten. Für das leibliche Wohl war mit einem Kuchen- und Grillbuffet gesorgt. Dank der großen Knacks-Hüpfburg kam auch der Spaß nicht zu kurz.

Die Kinder führten vor ihren Eltern selbstbewusst eine kleine Geschichte auf. Foto: Martin Feldhaus

Gegen Abend war’s dann so weit: Symbolisch schmissen die Erzieherinnen ihre nun ehemaligen Kita-Kinder auf eine große Turnmatte vor die Eingangstür. Mia Dannenberg, Mona Fiedler, Jens Finke, Emma Fritsch, Mila Höhle, Thilda Hortig, Rojcan Karaagac, Celine Schumann, Felix Reeker, Thilo Ross, Mattis Schröer, Lindvera Sopa, Louis Thiemann und Elyas Yerli nehmen als kommende i-Dötzchen nach den Sommerferien ihre Plätze in den Klassenräumen der Grundschulen ein.

Niemals geht man so ganz

Aber bekanntlich geht man im Leben niemals so ganz. Die Kids und ihre Eltern überreichten ihren langjährigen Erzieherinnen ein symbolträchtiges Geschenk. Ein Vogelhäuschen mit allen Namen der Abschlusskinder 2022 wird in der Villa Regine auch künftig an sie erinnern: Die Vögel sind zwar ausgeflogen, aber ihr Haus bleibt die Kita. Und das wollen sie schon bald wieder besuchen, um mit Stolz ihre Schultüten zu präsentieren.

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