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„Essbare Stadt“ am Dechaneihof

Vom Gemüsegarten zur Obstwiese

Ahlen

Nachdem die Trockenheit der „Essbaren Stadt“ hinter dem Barthelhof den Garaus gemacht hat, gibt‘s jetzt dort Bäume. Und die sollen nächstes Jahr Früchte tragen. Wer ernten darf, verraten die fleißigen Gärtner.

Von Peter Schniederjürgen

Fabian Grabenmeier, Werner Peitzmann, und Birgit Ruhmöller haben sich ins Zeug gelegt, um aus dem Gemüsegarten eine Obstwiese zu machen. Foto: Peter Schniederjürgen

Fast eine Streuobstwiese ist mitten in der Stadt entstanden. Hinter dem Barthelhof hat das Kirchortteam unter der Leitung von Werner Peitzmann, seines Zeichens Gartenbauingenieur, mit Fabian Grabenmeier und weiteren Helfern aus der einstigen „essbaren Stadt“ einen Obstgarten gemacht. An 18 Bäumen sollen vielleicht schon in diesem Jahr die ersten Früchte reifen. Natürlich sind auch biblische Obstsorten neben prosaischen dabei – wie die Apfelsorte Jonagold.

Maulbeere und Feige

„Wir haben aber auch Maulbeere, Wein und Feige dabei“, sagt der Gartenbauingenieur. Auf den rund 500 Quadratmetern sei zunächst Rasen ausgesät worden. Da hinein kamen die von Betonsteinen eingefassten Baumscheiben für die Obstbäume. Von der ersten Idee des allgemein zu nutzenden Gemüsegartens sind die Sträucher an der Mauer geblieben, die den Garten nach Süden hin begrenzt. „Beim ersten Versuch hatten wir nicht wirklich Glück mit dem Wetter. Wir erwischten den trockensten und heißesten Sommer seit langem“, erinnert sich Werner Peitzmann. Da sei der Pflegeaufwand zu groß geworden und das Projekt vertrocknete im wahrsten Wortsinn.

Reduzierter Pflegeaufwand

Statt Erbsen und Blumenkohl wurden im April nun die halbhohen Obstbäume gepflanzt. „Das reduziert den Pflegeaufwand ganz erheblich und lässt dabei die ursprünglich gedachte Nutzung durch die Menschen weiter zu“, hebt der Projektleiter hervor.

Wenn die Akteure – Werner Peitzmann, Hausmeister Fabian Grabenmeier und Birgit Ruhmöller vom Kirch­ortteam – auch in diesem Jahr noch keine große Ernte erwarten, sind sie doch voller Vorfreude auf das, was da gedeiht. „Vielleicht bekommen wir schon im kommenden Jahr ein Bienenvolk in den Garten“, hofft Fabian Grabenmeier. Denn die Tierchen helfen erheblich, die Ernte zu verbessern.

Dann können sich auch wieder die Bürgerinnen und Bürger an den Mirabellen, Pflaumen und Heidelbeeren bedienen und auch Exoten genießen. „Es werden auch Kakipflaumen hier wachsen“, freut sich Birgit Ruhmöller. Das ist eine süße, orangefarbene Frucht, die äußerlich einer großen Tomate ähnelt.

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