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„Die magische Bäckerei“ verzaubert in der Stadthalle

Vom großen Glückskuchen genascht

Ahlen

Von der Geschichte über die Ausstattung bis zur Musik: alles am Musical „Die magische Bäckerei“ war hausgemacht. Und damit schufen die Chöre der Schule der Musik in Ahlen und Sendenhorts eine zauberhafte Aufführung.

Von und

Fantasievolle Kostüme, wahre Ohrwürmer und eine zauberhafte Geschichte machten das Musical „Die magische Bäckerei“ am Sonntag in der Stadthalle zu einem tollen Erlebnis für Mitwirkende und Gäste. Foto: Schule für Musik

Dummkekse, Mutmuffins und Glückstorte – dies ist nur eine kleine Auswahl an magischem Gebäck, welches die Besucher der „magischen Bäckerei“ erwartete, die am Sonntagnachmittag auf der Stadthallenbühne ihre Pforten öffnete.

Millie und Farina Zuckerschnee (Linell Hammermeister und Frederike Heumann), ihres Zeichens Besitzerinnen der magischen Bäckerei am Kuchenweg, nehmen es mit den Regeln der magischen Welt nicht so genau und verschenken trotz ausdrücklichen Verbotes in ihrer großen Hilfsbereitschaft allerlei magisches Gebäck an normale Menschen in Not. Und natürlich, wie kann es anders sein, handeln sie sich damit riesengroßen Ärger ein.

Nachdem sie einer Gruppe völlig verzweifelter Mädchen aus einer heillos zerstrittenen Schulklasse Mutmuffins spendiert haben, ist der Bogen überspannt. Nach dem Willen von Frau Dr. Dr. Faust (Pauline Schepers) soll nun ein anderer Wind wehen, und es müssen gleich mal eben Dummkekse für eine ganze Schulklasse gebacken werden. Aber Milli und Farina sind nicht alleine: die Schulmädchen und viele kleine Bäcker helfen ihnen aus dem Schlamassel heraus. Denn man kann die schlimmen Dummkekse ja so backen, dass die magische Wirkung ausbleibt, und wenn man sie dann noch mit Glückskuchen füllt, hat das natürlich ganz andere Folgen, als geplant war.

Voll besetzte Stadthalle

Den Zuschauern in der voll besetzen Stadthalle bot sich ein fantastischer Anblick mit einem wunderbaren Bühnenbild, vielen fantasievollen Kostümen und fast 130 mitwirkenden Chorsängerinnen der Schule für Musik in Ahlen und Sendenhorst. So gab es tanzende Cupcakes, Bäcker und Trüffel, sowie als einer der Höhepunkte einen verzauberten Plätzchenteig, dargestellt von einer Gruppe Chorkinder in Tanzsäcken. Hinreißend war der Part der jüngsten Chorkinder: zunächst noch als zankende Cookies und Macarons im Einsatz, sorgten sie mit ihren selbstgebastelten Teekannen immer wieder für Entspannung, wenn der Stress auf der Bühne zu groß wurde.

Aber auch die älteren Chormädchen kamen nicht zu kurz. In ihren schicken Schuluniformen entführten sie die Zuschauer in ihre Schulklasse und ließen sie an ihrem verhassten Chemieunterricht ausgerechnet bei der fiesen Frau Dr. Dr. Faust teilhaben.

Geschichte von Uta Rathmer-Schumacher

Die fantastische Geschichte um die „magische Bäckerei“ hat sich Uta Rathmer-Schumacher ausgedacht, die dann auch gleich noch für Liedtexte, Ausstattung, Einstudierung und Regie zuständig war. Eine wahre Mammutaufgabe. Doch im Hause Schumacher werden die Aufgaben immer geteilt. So war – wie auch schon bei den fünf vorhergegangenen Produktionen – Ehemann Martin Schumacher für die Komposition, Arrangements und die Produktion der Musik zuständig. Eine Fülle wahrer Ohrwürmer in ganz verschiedenen Musikstilen vom Reggeae über den Walzer bis zum ausgewachsenen Musicalsong entstanden in der heimischen Komponistenwerkstatt und wurden von den Chormitgliedern mit wunderbarer Leichtigkeit und tollem Stimmklang vorgetragen. Und so ging so mancher Zuschauer mit dem Ohrwurm der „Dummkekse“ nach Hause.

Selbst gemacht waren aber auch alle Bühnenelemente: die Jugendlichen aus dem Chor haben in den Sommerferien das Bühnenbild entworfen und gemalt, für das Nähen der fantasievollen Kostüme waren etliche Mütter zuständig. Den altertümlichen Backofen hat die Zimmerei Josef Kemper konstruiert und spendiert. Finanzielle Unterstützung für ihr Projekt erhielten die „Himmelsstürmer“ in Form von Spenden der Kulturgesellschaft Ahlen sowie der Stadt Sendenhorst.

Besucher und Mitwirkende erlebten am Sonntag wahre zauberhafte Momente, es schien, als hätten alle ein großes Stück vom großen magischen Glückskuchen genascht.

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