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Umgestaltung der Außenanlage Albert-Schweitzer-Schule

Vom Parkplatz profitiert auch der ÖPNV

Ahlen

Braucht Ahlen diesen millionenschweren Parkplatz? Zweifel äußerte Dieter Bröer (Grüne) im Betriebsausschuss mit Blick auf das, was aus dem hinteren Pausenhof der Albert-Schweitzer-Schule werden soll.

Der Parkplatz am Ostwall wird Spielplatz. Die Umgestaltung zu einer Sandlandschaft mit Kletterkonstrukt, Wikingerschaukel und Baugerüst ist mit 300 000 Euro veranschlagt. Foto: Ulrich Gösmann

Dauerhaft? Dieter Bröer (Grüne) zeigte sich in der Sitzung des Betriebsausschusses am Donnerstagabend sichtlich überrascht. Dass der hintere Teil des Pausenhofes der Albert-Schweitzer-Schule öffentlicher Parkplatz werden solle, sei ihm nicht neu. Er hatte die Maßnahme als Übergangslösung während des Bauprojekts Bürgercampus verstanden. Dass dafür jetzt eine Million Euro ausgegeben werden solle, verwundere. Denn: „Wir haben in Ahlen kein Parkplatzproblem.“

Dieter Bröer (Grüne)

Für die Ahlener Umweltbetriebe konkretisierte ihr stellvertretender Leiter Dennis Hadrika die Pläne, die am Mittag schon bei einem Pressetermin publik geworden waren (wir berichteten). Der AUB-Vize rückte den Parkplatz mit 66 Stellflächen auf dem Pausenhof zwischen Klinkerbau und Südbrede in den Blickpunkt. Durch eine Muldenversickerung könne Niederschlagswasser verweilen, um Bäume im Sommer zu versorgen. Bei Starkregenereignissen fließe der Niederschlag über die Entwässerung ins Netz der Südbrede. Baudezernent Thomas Köpp attestierte ein „zeitgemäßes Regenwassermanagement.“

Dennis Hadrika, AUB-Vize

Der Parkplatz soll direkt über die Südbrede angesteuert werden. Hadrika: „Wir befinden uns in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde, um in beide Richtungen ein- und ausfahren zu können.“ Und: „Wir sind guter Dinge, dass es funktioniert.“ Um einbiegenden Parkplatznutzern das Gefühl zu geben, das Tempo runterzunehmen, seien abgeflachte Bordsteine vorgesehen. Dass sich die Wege von Auto- und Radfahrern kreuzten, lasse sich nicht vermeiden.

Pausenhofersatz wird auf dem aktuellen Schulparkplatz am Ostwall geschaffen, der Spiellandschaft werden soll. 300 000 Euro sind veranschlagt für Kletterkonstrukt, Wikingerschaukel und Baugerüst. „Das Schöne ist: Die Sandfläche ist weit weg vom Schuleingang. Der Sand kommt nicht rein, die Fußböden gehen nicht kaputt“, merkte Hadrika an.

Bernd Meiwes lobte: „Wir begrüßen die Lösung. Auch für den Verkehr.“ Seine Frage nach E-Ladestationen beantwortete der AUB-Vize: „Sie stecken im Hinterkopf.“ Meiwes regte an, die vier angekündigten Behindertenparkplätze auf die drei vorgesehenen Zuwegungen zu verteilen. Der eine wolle in die Stadt, der andere zur Post oder zum Bahnhof.

Thomas Köpp, Baudezernent

Dieter Bröer (Grüne) sah die Fachausschüsse außen vor. Das Thema gehöre nicht nur in dieses Gremium. Wenig Sympathien zeigte er für die millionenschwere Dauerlösung. Thomas Köpp reagierte: „Wenn das Stadthaus kommt, kommt der Parkplatz der Kaufmannschaft zugute. Wenn wir den ÖPNV stärken wollen, brauchen wir diese Parkplätze.“ Bernd Meiwes erinnerte daran, dass die SPD diese Idee schon vor einem Jahr gehabt habe. Sie führe auch zu einer Entlastung des ganzen Wohnbereichs.

Erinnerungen sah auch Andreas Huesmann geweckt. Vor zwei Jahren habe die FDP hier einen Park&Ride-Platz vorgeschlagen. Was Kämmerer Dirk Schlebes zu dem Hinweis veranlasste, dass dieser Platz gebührenpflichtig bewirtschaftet werde.

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