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Herbert Knebels Affentheater

Vom Zigarrenkongress zum Dülmener Pferdehof

Ahlen

Wenn Herbert Knebel und sein Affentheater die Bühne stürmen, wird‘s lustig. Und rockig. Rund 350 Zuschauerinnen und Zuschauer genossen das am Donnerstag in der Stadthalle.

Von Martin Janzik

Herbert Knebel (Uwe Lyko), Ozzy Ostermann (Georg Göbel-Jakobi), der Trainer (Detlef Hinze) und Ernst Pichel (Martin Breuer) unterhielten das Publikum bestens. Foto: Martin Janzik

Für Herbert Knebel und seine Crew war es mal wieder eine willkommene Abwechslung, „live“ auf der Bühne ihr aktuelles Programm „Fahr zur Hölle Baby“ performen zu können. Die Jungs aus dem Ruhrpott hatten am Donnerstag in der Stadthalle einen Mix aus Rock und schlaksiger Wortakrobatik im Gepäck.

Herbert Knebels Affentheater wurde 1988 gegründet und präsentierte bereits im selben Jahr das erste Bühnenstück. Das Quartett setzt sich aus Georg Göbel-Jakobi alias Ozzy Ostermann (Gitarre, Bass) aus Uwe Lyko (Herbert Knebel, Gesang/Gitarre), Martin Breuer (Ernst Pichel, Bass), Detlef Hinze (der Trainer, Schlagzeug) zusammen.

Fahr zur Hölle, Baby! Da wartet ein teuflischer Knebel! Foto: Martin Janzik

Knebel berichtete von seiner Begegnung mit Lola Hasenkamp, die im Laufe der Jahre zwar an Kurven und Profil verlor, nun jedoch als Influencer für Haardesign unterwegs ist und mit Herbert vor der Kamera zusätzliche Klicks generiert hat. Die Freude beim Publikum war auch groß, als Ozzy Ostermann a cappella „Einmal um die ganze Welt“ von Karel Gott intonierte und die charismatische Gott‘sche Stimme die Stadthalle in Verwunderung versetzte. Das Quartett gab sich musikalisch-rockig, unterbrochen durch kabarettistische Einlagen. So berichtete Herbert Knebel von Kurt, der mit seiner siebenjährigen Enkeltochter in Essen bei der Messe Schweißen & Schneiden war und in der Westfalenhalle beim Zigarrenkongress. Keine wirklich richtigen Veranstaltungen für eine Siebenjährige, meinte Knebel und riet Kurt, mehr was mit Pferden zu unternehmen. Der gemeinsame Besuch bei einem Pferdehof in Dülmen war jedoch für Herbert Knebel selbst eine Herausforderung, die ihn angeblich bis Recklinghausen brachte, während Kurt selbst als Pferdchen für seine Enkelin herhielt.

Musikalische Variabilität

Nach der Pause wurde „Fahr zur Hölle Baby“ dann auch konkret. Jeder der vier definierte die Hölle für sich eindrucksvoll. Und als Herbert Knebel als Teufel mit Dreizack im Nebel auf der Bühne erschien, war die Euphorie im Publikum groß. Auch die musikalische Variabilität von Knebel an der Mundharmonika wurde mit Beifall honoriert.

Als Zugabe wurde das beste Tina-Turner-Double gefunden, das möglich war: Herbert Knebel selbst zeigte sich mit Perücke im Goldfummel und performte den Klassiker „The Best“. Ein unterhaltsamer und musikalisch-witziger Abend, den gut 350 Gäste mit viel Applaus belohnten.

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