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Viertägiger Sommerferienspaß der Pfadfinder

Von der Schweiz bis nach Tschechien

Ahlen

In vier Tagen mehr oder weniger durch Europa reisen – das können auch nur die Pfadfinder. Und das verrückteste daran: Sie blieben dabei immer in Ahlen.

Von Ralf Steinhorst

Die Pfadfinder unternahmen mit ihrem Sommerferienspaß spielerisch Ausflüge in Deutschlands Nachbarländer. Natürlich waren auf der Lagerfahne auch die Nationalfahnen der Anrainerländer zu sehen. Foto: Ralf Steinhorst

Einen Blick über die Landesgrenzen unternahmen die Pfadfinder in den vergangenen Tagen. Von Donnerstag bis Sonntag lernten sie tagsüber beim Sommerferienspaß unter dem Motto „Deutschland und seine Nachbarländer“ die Anrainerländer kennen – und das auch kulinarisch.

Eigentlich wollten die Pfadfinder ihr Feriencamp an der Nord- oder Ostsee verbringen. Die Pandemie hat’s aber verhindert. Also haben sechs Betreuerinnen und Betreuer alternativ ein paar Tage Ferienspaß für die 20 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen am Pumpenhaus in der Langst organisiert.

Zur Schweiz passen kulinarisch Rösti. Katharina Hoffschult hatte dafür mit ihren Gruppenleiterkollegen sieben Kilogramm Kartoffeln geschält. Foto: Ralf Steinhorst

Tagsüber wurden also spielerisch die Nachbarländer besucht. „Wir haben ja auch einen Bildungsauftrag“, erklärte die Co-Stammesvorsitzende Katharina Hoffschult. So hatten alle viel Spaß und lernten auch einiges. Zum Beispiel, wie Krankenhaus auf Polnisch heißt.

Jeden Tag waren zwei Länder dran, was sich dann auch auf den Tellern zeigte. Bei Frankreich gab es Baguette zum Mittagessen, bei der Schweiz Rösti. Dafür hatten die Betreuer sieben Kilogramm Kartoffeln geschält.

Nässe ist egal

Aufgebaut war eine Jurte, ein großes Nomadenzelt, das Schutz vor Regen bot. Zwar war der Boden auf dem Gelände vom Regen etwas aufgeweicht, aber alle hatten entweder Gummistiefel oder alte Schuhe mit dabei. „Den Kindern ist die Nässe egal“, kommentierte Gruppenleiterin Judith Lehmkühler die Umstände.

„Die Kinder haben Ablenkung, freuen sich und sind begeistert“, hat Katharina Hoffschult schnell festgestellt. Zumal das Programm sehr abwechslungsreich war. Frankreich bot beispielsweise noch mehr als nur Baguette: Zum Thema Mode wurden T-Shirts gebatikt und ein Eiffelturm aus Bierdeckeln gebaut. Beim „Großen Schweizer Landspiel“ waren Pantomime und Beschreibungskünste von Begriffen gefragt.

Beim „Schweizer Landspiel“ waren Beschreibungskünste gefragt. Quizmasterin Katharina Hoffschult hält Gruppenleiterin Carmen Beier den Begriff Bergkreuz hin, Lina und Fabian (v.l.) müssen ihn erraten. Foto: Ralf Steinhorst

Österreich ist Mozartland, also was lag näher, als Musikinstrumente aus Naturmaterialien zu basteln? Dänemark ist von Wasser umgeben, dementsprechend gab’s Wasserspiele. Was wären die Benelux-Länder ohne Fahrrad? Zu diesem Thema wurde eine Fahrradtour mit Stationsspielen organisiert. Tschechien bot einen Theaterabend mit tschechischen Begriffen. Und weil Deutschland sehr katholisch ist, wurde ein Wortgottesdienst gefeiert.

Am Samstag wurde der Ferienspaß verlängert, abends zündeten die Pfadfinder ein Lagerfeuer an und backten Stockbrot. Auch die Spielpausen wurden kreativ genutzt, zum Beispiel zum Schnitzen. „Alle Kinder haben einen Taschenmesser-Führerschein“, wusste sich Katharina Hoffschult in Bezug auf Verletzungen auf der sicheren Seite.

Natürlich war gleich am ersten Tag eine Lagerfahne gemalt worden. In der Mitte mit dem Pfadfindersymbol – und drumherum die Nationalflaggen der Nachbarländer. So passte die Fahne perfekt zum Thema des Ferienangebots.

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