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Caritas verabschiedet Birgit Marquardt

Vor ihr ziehen alle den Hut

Ahlen

Sie hat die Arbeit der Caritas in Ahlen nachhaltig geprägt: Nun geht Birgit Marquardt in Ruhestand. Ein Abschied, der für Tränen sorgte.

Dieser Abschied ging nicht ohne Tränen über die Bühne: Marie-Luise Bonkamp-Austermann (Mitarbeitervertretung), Gerda Borgmann (Vorstandsvorsitzende), Marina Bänke (Jugendamt Stadt Ahlen), Heinrich Sinder (Geschäftsführer), Birgit und Klaus Marquardt, Eva Grams (Fachbereichsleitung), Carolin Bothe (Flexible Erziehungshilfen). Foto: Caritasverband

Respekt, Dankbarkeit und viele lobende Worte: Mit einer eigenen Feierstunde hat der Caritasverband Ahlen seine stellvertretende Geschäftsführerin Birgit Marquardt in den Ruhestand verabschiedet.

Fast 40 Jahre lang hatte sie sich auf vielen Feldern der Caritas-Arbeit anderen Menschen gewidmet – in einer Vielzahl von Fachbereichen, die sie als Mitarbeiterin prägte oder als Leiterin auf den Weg und aktiv voranbrachte. Ein Lebenswerk, das im Kreis von mehr als 40 (Ex-)Kolleginnen und Kollegen noch einmal auflebt. Auch wenn – so Geschäftsführer Heinrich Sinder – „sie es noch nie mochte, sich selbst in den Mittelpunkt stellen zu lassen: Jetzt muss es einmal sein.“

Nie im Klein-Klein verloren

„Wir wissen, was wir an Birgit Marquardt hatten. Und wir wissen erst recht, was uns jeden Tag mit ihr fehlen wird“: Mit diesem Lob spricht Heinrich Sinder für die Spitze eines Kreises aus Caritasteam, -vorstand und -rat, aber auch der Stadt Ahlen. Bis zum letzten Tag ihres Wirkens habe Birgit Marquardt sich nie im Klein-Klein verloren, immer den Blick auf den gesamten Verband gerichtet und sei selbstlos für andere Menschen eingetreten: „Du hast die Wünsche all der Menschen, denen du geholfen hast, und unsere Wünsche übererfüllt.“

Sie wird fehlen – das bekommt Birgit Marquardt noch mehrfach zu hören. Von Carolin Bothe etwa, seit einem Jahr ihre Nachfolgerin in der Leitung der flexiblen Erziehungshilfen, die „sehr wohl weiß, dass ich in verdammt große Fußstapfen getreten bin“. Oder von Martina Peitz, langjährige Kollegin aus der Jugendhilfe, die sich – zugeschaltet per Video aus dem Urlaub – für „viele gute Jahre mit dir und an deiner Seite“ bedankt. Oder von Marie-Luise Bonkamp-Austermann aus der Mitarbeitervertretung. Für sie hat Birgit Marquardt gezeigt, „dass Caritas nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Familie sein kann“.

Vier Jahrzehnte für die Menschen da

Spätestens bei den Worten von Marina Bänke fließen dann bei der Jubilarin die Tränen. „Bald vier Jahrzehnte warst du für die Menschen dieser Stadt aktiv“, betont die Gruppenleiterin beim Jugendamt der Stadt Ahlen. Woran, so Marina Bänke, erkenne man überhaupt, dass jemand im oft so schwierigen sozialen Bereich seinen Job wirklich gut gemacht habe? In Birgit Marquardts Fall ganz offensichtlich am Echo, das die Gruppenleiterin im Kollegenkreis gesammelt hat. Tenor unter anderem: „Professionell, hoch kompetent, immer vorn mit dabei.“ Marina Bänkes persönliches Fazit der Zusammenarbeit: „Nur ganz besondere Menschen können diesen Job so machen – voller Menschlichkeit und Ehrlichkeit. Und du bist so ein ganz besonderer Mensch.“

Koffer voller Geschenke

Viel hat Gerda Borgmann als Vorstandsvorsitzende der Caritas danach „eigentlich nicht mehr zu sagen“. Und wenn neben allem, was Birgit Marquardt geleistet habe, auch noch Zeit und Energie für fruchtbare Gespräche im Vorstand geblieben sei, dann bleibe ihr nur noch ein Satz: „Davor kann ich nur den Hut ziehen!“

Das Schlusswort gehört dann Birgit Marquardt selbst. Sichtlich gerührt über einen Koffer voller Geschenke, fasst sie ihr Arbeitsleben auf ihre ganz eigene Weise zusammen: „Ich freue mich, dass ich jetzt zu Hause sein kann. Aber: Mit euch war auch klasse!“ Und ganz aus dem Auge verlieren will sie die Kolleginnen und Kollegen auch nicht: „Man sieht sich.“

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